De Maiziere will Prämie für abgelehnte Asylbewerber zahlen
De Maiziere will Prämie für abgelehnte Asylbewerber zahlen
Datum: 04.12.2017 - 09:07 Uhr
Asylbewerber, die ihren entsprechenden Antrag in Deutschland gestellt haben und der von den Behörden hierzulande abgelehnt wurde, haben das Land zu verlassen. Das ist die Rechtslage. Doch die wenigsten Asylbewerber kommen diesem Schritt nach. In der Regel verhalten sie sich recht renitent und verbleiben in Deutschland. Um einer drohenden Abschiebung zu entgehen, verschwindet ein Großteil von ihnen von der Bildfläche, taucht bei Familienangehörigen oder Freunden unter oder zeigt sich in der Findung Ausreden und Begründungen äußerst kreativ. Da werden aus friedliebenden Opfern der Ungerechtigkeiten in ihrem Heimatland plötzlich gefährliche Terroristen, denen in der Heimat schwere bis schwerste Strafen drohen. Diese oder ähnliche Schauermärchen werden den Behörden aufgetischt, die diese vor der Abschiebung erst einmal prüfen müssen. Denn auch wenn die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit dieser Aussage gen Null tendiert, so ist der Sachverhalt abzuklopfen. Sonst kann es nämlich dazu führen, dass eine Abschiebung rechtswidrig ist und im schlechtesten Fall ein solch abgeschobener Kandidat wieder nach Deutschland geholt werden müsse.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will nun die Motivation bei den abgelehnten Asylbewerbern auf eine Rückkehr in ihre Heimatländer mit einem finanziellen Anreiz erhöhen: bis zu 3.000 Euro pro Familie soll es geben, wenn diejenigen, die ohnehin keinen Anspruch darauf haben, sich in Deutschland aufhalten zu dürfen, bereit erklären, das Land auch tatsächlich zu verlassen.
Merke:
De Maizière will Menschen, die bei ordnungsgemäßen Personenkontrollen an den deutschen Grenzen gar nicht im Land wären, dafür bezahlen, dass sie das Land verlassen - obwohl sie gar nicht hier sein dürften. Aber nicht aus eigener Tasche, sondern natürlich aus Steuergeldern; also von dem Geld, das die Bürger des Landes aus ihren mitunter klammen Geldbeuteln abführen müssen.
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