Datensicherheitsexperte John McAfee tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden
Datensicherheitsexperte John McAfee tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden
Datum: 25.06.2021 - 11:43 Uhr
Vielen Computer-Besitzern dürfte der Name McAfee ein Begriff sein: es ist ein umfangreiches Virenschutzprogramm, welches den heimischen PC vor unliebsamen Zugriffen schützen soll. Der Erfinder und Namensgeber dieses Programmes, John McAfee, ist tot. Er wurde leblos in seiner Gefängniszelle in Barceolna aufgefunden. Dort saß er seit seiner Verhaftung am Flughafen in Barcelona im Oktober 2020 ein. Mangel hatte er nicht zu beklagen, via Twitter schrieb er kurz nach seiner Verhaftung: »Ich habe es ganz angenehm hier, ich habe Freunde. Das Essen ist gut, alles ist in Ordnung.« Und er fügte hinzu: »Sollte ich einmal erhängt in meiner Zelle aufgefunden werden, so wie Epstein, dann wird es kein Selbstmord gewesen sein.«
Er ist tot in seiner Zelle aufgefunden worden, die spanischen Behörden vermelden, es soll sich um eine Selbsttötung handeln. Angeblich, weil der Oberste Gerichtshof Spaniens die Auslieferung McAfees an die USA angeordnet habe. In den USA hätten McAfee einige Gerichtsverfahren erwartet, unter anderem wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung. Das Strafmaß hätte bis zu 30 Jahre betragen können, McAfee hatte die 75 bereits überschritten.
Doch Zweifel an dem angeblichen Suizid sind angebracht. Denn bevor es überhaupt zu einer Abschiebung hätte kommen können, hätte auch das spanische Parlament seine Zustimmung erteilen müssen. Diese Zustimmung galt als alles andere als sicher.
McAfee arbeitete in vielen Bereichen unmittelbar oder mittelbar mit den diversen US-Behörden zusammen, die von ihm und seiner Firma entwickelten Virenschutzprogramme sind weltweit im Einsatz. Allerdings war er nicht mehr so ganz »auf Linie«, sein Lebensstil war einigen Krawattenträgern in und um Washington eine Nuance zu extravagant geworden. Und McAfee redete auch manchmal ein wenig zu gerne und zu viel.
Und: in einem Interview mit »InfoWars« erzählte McAfee, wie er mit seiner Software unter anderem amerikanische Behörden ausspionierte, indem er das Mikrofon an ihren Computern einschaltete und sich anhörte, was im Raum gesagt wurde. Diese Aufzeichnungen seien alle noch in seinem Besitz.
Seine Frau Janice hatte sich in den vergangenen Monaten seit der Verhaftung mehrfach an die Öffentlichkeit gewandt und darauf hingewiesen, dass die USA planen, ihren Mann zu ermorden oder in ihm Gefängnis sterben lassen wollen. Man wolle an das angebliche Crypto-Vermögen McAfees herankommen, koste es, was es wolle. Noch vor wenigen Tagen twitterte John McAfee, dass er wünschte, er hätte ein solches Vermögen. Doch das sei nicht der Fall, er habe »weder Vermögen noch Freunde mehr.« Nun ist er tot, er starb in einer Gefängniszelle - wie Epstein.
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