Darum scheiterte der Westen in Afghanistan
Darum scheiterte der Westen in Afghanistan
Datum: 17.08.2021 - 09:31 Uhr
Was in Kabul gesagt wird, hat noch nie jemanden interessiert. Dieses heutige Staatsgebiet hat man auch noch nie wirklich kontrollieren können...weder Alexander der Große, das Britische Empire, die Sowjetunion noch die NATO waren dazu je in der Lage. Afghanen kann man nicht kaufen, sondern nur mieten. Für "Ungläubige" (Makedonier, Briten, Sowjets und alle anderen) haben sie nur Verachtung übrig. Das das sogenannte afghanische Militär nicht gekämpft hat, musste jedem gewesen sein, der sich auch nur 5 Minuten mit diesem Land und seiner Bevölkerung beschäftigt hat. Bush und Obama haben in völligem Größenwahn an einen Sieg in Afghanistan geglaubt, Joe Biden als Vice-President unter Obama selbstverständlich auch. Hunderttausende muslimische Afghanen, bzw. die Volksgruppen die dort leben, hat man militärisch ausgebildet und bestens bewaffnet. Viele schiitische Afghanen haben übrigens in Syrien auf Seiten der Regierung gegen den IS und deren Verbündete gekämpft. Der Iran hat diese von der NATO ausgebildeten Kämpfer nach Syrien gebracht. So hat man quasi den IS mit modernsten Waffen und Ausbildern, insbesondere türkischen, britischen und französischen, versorgt und deren Gegner, in Form von ehemaligen afghanischen Soldaten, die von der NATO ausgebildet worden sind. Ein politischer fast beispielloser politischer Offenbarungseid.
Die Regierung Trump war es letztlich, die erkannt hatte, dass man Afghanistan nicht zum 51. Bundesstaat machen sollte und hat den Abzug der USA und somit aller anderen Streitkräfte eingeleitet. Dass dieser Abzug der USA das Ende aller anderen präsenten Länder bedeutete, zeigt allerdings auch, dass die USA weiterhin eine in der Welt bespiellose militärische Stärke besitzen. Ohne die USA gibt es für keinen Verbündeten militärische Sicherheit. Die Regierung Trump verhandelte mit den Taliban in Qatar den Abzug und natürlich wurden auch Verträge über die Ausbeutung der Seltenen Erden und anderer Rohstoffe (schätzungsweise im Wert von über 4 Billionen USD) gemacht.
Sollte die Regierung Trump bzw. verantwortliche im Bereich des Militärs und der Sicherheitspolitik noch weiter gedacht haben, dann muss auch das Interesse bestehen, KPCh-China einen weiteren islamischen Staat bzw ein Kalifat in seiner Nachbarschaft zu überlassen. Und jeder einzelne verachtet die atheistische KPCh...wie zuvor die KPdSU. Auch wenn man Geschäfte miteinander macht, bleibt der Hass und die Verachtung auf beiden Seiten. Die größte Angst hat die KPCh vor religiösen Menschen. Das ist der Grund, weshalb die KPCh mit extremer Gewalt gegen Katholiken und muslimische Uiguren vorgeht, Konzentrationslager und Völkermord eingeschlossen.
Die Ereignisse in Afghanistan dürften weder das US Militär noch die US Nachrichtendienste überrascht haben, die Regierung allerdings, die sich für intelligenter hält, wahrscheinlich schon. Letztendlich hat das US Militär seine Front verkürzt und sein Testgelände für Waffensysteme aller Art geschlossen. Der Feind sitzt in Peking und darauf muss man sich konzentrieren. Jede Ressourcenverschwendung wäre töricht. KPCh-China will bis 2049 auf Augenhöhe mit dem US Militär sein, dass will man verhindern und bündeln seine Fähigkeiten. In Peking wird man das möglicherweise auch erkannt haben. Das ist jedenfalls noch einmal meine Analyse zur Thematik.
Aufschlussreich ist auf jeden Fall die Tatsache, dass die USA (die anderen Streitkräfte weiterer Länder sind völlig irrelevant) mit ein paar tausend Soldaten den Status Quo in Afghanistan aufrechterhalten hatten. Das zeigt zum einen die militärische Stärke der USA. Erst nach Abzug des US Militärs haben sich die Taliban auf den Weg zur Macht gemacht. Absprachen gab es daher natürlich auch. Das die sogenannte afghanische Armee schneller gerannt ist als vereinbart, dürfte die einzige Überraschung gewesen sein.
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