Dänisches Gericht entzieht IS-Rekrutierer die dänische Staatsbürgerschaft
Dänisches Gericht entzieht IS-Rekrutierer die dänische Staatsbürgerschaft
Datum: 20.09.2021 - 09:46 Uhr
Die dänische Regierung und auch die dänischen Gerichte machen keine halben Sachen im Umgang mit kriminellen Ausländern. Vor allem gegenüber islamistischen Terroristen fahren beide Institutionen einen knallharten Kurs. Diese Erfahrung machte jetzt auch der 29-jährige Adam Touhou. Ein Gericht sah es als erwiesen an, dass Touhou gemeinsam mit einem Komplizen fortgesetzt versucht hat, junge Männer in Dänemark für das Terrornetzwerk IS zu rekrutieren. Das Gericht verurteilte den 29-Jährigen zu einer sechsjährigen Gefängnisstrafe, an der sich unmittelbar die Ausreise in sein Heimatland anschließen wird. Außerdem wurde Touhou die dänische Staatsbürgerschaft, die er als zweite Staatsbürgerschaft innehatte, mit sofortiger Wirkung aberkannt. Der Verurteilte kann somit bereits jetzt nicht mehr die Rechte eines Dänen wahrnehmen, sondern gilt ausschließlich als Ausländer.
Dieses Verfahren steht in unmittelbar mit dem Verfahren gegen den heute 30-jährigen Hafed Matoussi. Er wurde 2018 wegen der Mitgliedschaft in der Terrororganisation IS zu drei Jahren Haft und anschließender Ausweisung in das Heimatland seiner Vorfahren verurteilt. Dieses Urteil sorgte für großes Aufsehen, denn anders als Touhou war Matoussi in Dänemark geboren und hatte neben der Staatsangehörigkeit seiner Eltern von Geburt an die dänische Staatsangehörigkeit.
Matoussi soll damals von Touhou gezielt angesprochen und für das Terrornetzwerk IS und den Krieg in Syrien rekrutiert worden sein, schreibt das dänische Blatt Berlingske.
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