Dänischer Gesetzesvorstoß gegen jugendliche Clan-Kriminalität
Dänischer Gesetzesvorstoß gegen jugendliche Clan-Kriminalität
Datum: 18.02.2022 - 11:18 Uhr
In vielen Ländern der westlichen Hemisphäre nimmt die Clan-Kriminalität besorgniserregende Auswüsche an. Während in Deutschland weder auf Bundes- noch auf den Landesebenen gegen diese kriminellen Machenschaften vorgegangen wird, - man hetzt lieber die martialisch aufgerüsteten Uniformträger auf harmlose Spaziergänger, insbesondere Frauen, Senioren und Kinder - geht man in anderen Ländern konsequent dagegen vor.
Die dänische Regierung von Mette Fredriksen bringt aktuell einen Gesetztesvorschlag ins Parlament ein, um insbesondere gegen die extrem zunehmende Clan-Kriminalität bei Jugendlichen vorzugehen. Das Gesetz sieht vor, dass wegen derart motivierter Straftaten verurteilte Jugendliche nach Verbüßung ihrer Haftstrafe unmittelbar des Landes verwiesen werden und in die Heimatländer ihrer Vorfahren abgeschoben werden. Doch es soll nicht nur die jugendlichen Verbrecher treffen, sondern auch ihre unmittelbaren Verwandten, insbesonder die Eltern und Geschwister, sollen ebenfalls ihre Koffer packen und dahin zurückkehren, woher sie einst nach Dänemark gekommen sind.
Diese Bestimmungen sollen auch für diejenigen Jugendlichen gelten, die im Besitz einer dänischen Staatsangehörigkeit sind, ihre familiären Wurzeln aber außerhalb des Landes haben. Laut Gesetzesentwurf gilt diese Vorgabe unabhängig von dem Generationenstatus. Das bedeutet, dass auch ein in Dänemark geborener Jugendlicher, der das Kind von selbst in Dänemark geborenen Eltern mit Migrationshintergrund, nach einer Verurteilung wegen Clan-Kriminilaität sowie der Verbüßung der Haftstrafe samt seiner Anverwandten in das Ursprungsland seiner Vorfahren abgeschoben werden kann.
Die EU hat bereits angekündigt, ihr Veto gegen das Gesetz einzulegen. Die Fredriksen-Regierung zeigt sich davon allerdings kein bisschen beeindruckt.
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