Dänemark wird nach Friedensschluss im Donbas die Ukrainer abschieben

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Dänemark wird nach Friedensschluss im Donbas die Ukrainer abschieben
Datum: 27.12.2023 - 09:17 Uhr

Ukrainische Staatsbürger, die in Dänemark Schutz suchten, dürften nicht im Land bleiben, sobald ein Frieden mit Russland erreicht sei, sagte Einwanderungsminister Kaare Dybvad am Freitag. Über 30.000 Ukrainer haben in Dänemark aufgrund eines Sondergesetzes, das im März 2025 ausläuft, den Flüchtlingsstatus beantragt. Eine im September von der Universität Kopenhagen durchgeführte Umfrage zeigt, dass etwa die Hälfte der Ukrainer auch nach dem Ende der Feindseligkeiten in der Ukraine planen, in Dänemark zu bleiben.

In einem Gespräch mit der Zeitung Berlingske sagte Dybvad, dass dies nicht der Fall sei und dass sie nach Hause gehen müssten. »Wir werden diesen Standpunkt nicht ändern«, sagte der Minister und fügte hinzu, dass Flüchtlinge weiterhin eine befristete Aufenthaltserlaubnis haben werden, unabhängig davon, woher sie kommen. »Obwohl die Ukrainer uns kulturell näher stehen als Menschen aus dem Nahen Osten«, fügte Dybvad hinzu, »verhalten sie sich dennoch völlig anders als die Dänen.«

Ukrainer, die mehr als 375.000 Dänische Kronen (rund 50.000 Euro) pro Jahr verdienen, können jedoch gemäß den Aufenthaltsbestimmungen für ausländische Unternehmer bleiben. Seit Kriegsausbruch im Februar 2022 haben rund sechs Millionen Ukrainer das Land verlassen, die meisten von ihnen haben in absoluter Zahl mit etwa 1,5 Millionen in Deutschland Aufnahme gefunden. Berücksichtigt man die heimische Bevölkerung, so ist Tschechien das am stärksten betroffene Land: hier liegt der Anteil der Flüchtlinge aus der Ukraine bei fast 3,5 Prozent zur Bevölkerung.

 

 

Sven von Storch

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