Dänemark verlängert seine Kontrollen an der Grenze zu Deutschland
Dänemark verlängert seine Kontrollen an der Grenze zu Deutschland
Datum: 13.10.2017 - 08:33 Uhr
Die dänische Regierung in Kopenhagen hat im Hinblick auf den Umgang mit der illegalen Migration und den einstigen »Flüchtlingen«, die in den deutschen Medien und der deutschen Politik in der Zwischenzeit mehr und mehr euphemistisch per se zu »Schutzsuchenden« umgedichtet werden, einen komplett anderen Kurs eingeschlagen als Merkel und Konsorten. In unserem nördliche Nachbarn gilt eine konsequente, restriktive Flüchtlingspolitik. Diese bezieht nicht nur die mit den unterschiedlichsten Motiven eingereisten Migranten, sondern auch sogenannten Aktivisten respektive Flüchtlingshelfer. Wer in Dänemark bei der Hilfe zur illegalen Einreise aufgegriffen wird, der zahlt dann auch direkt einmal mehrer Tausend Euro als Strafe.
In den dänischen Medien, den sozialen Netzwerken und sogar bei einigen Politikern hat sich ein neuer Begriff für die Migranten entwickelt. Diejenigen »Schutzsuchenden«, die quer durch Europa wandern, um in dem Land Asyl zu beantragen, das ihnen die meisten Annehmlichkeiten bietet, bezeichnet man als »Asyltouristen«. Diese Asyltouristen will man nicht im Land haben. Und man will auch nicht noch einmal Vorgänge wie im Herbst 2015 erleben, als Tausende Migranten quer durch Dänemark marschierten, um von Deutschland nach Schweden zu gelangen.
Die »große Zahl irregulärer Migranten und abgelehnter Asylbewerber« in den dänischen Nachbarländern sei »eine echte Sicherheitsbedrohung«, heißt es in der Begründung der Entscheidung zur Verlängerung der Grenzkontrollen. Es bestehe das Risiko, dass Terrorgruppen diese prekäre Lage ausnutzten und sich der Wanderbewegung dieser Menschen anschließen. Zudem gebe es immer noch »Defizite und strukturelle Mängel« bei der Kontrolle der EU-Außengrenzen.
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