Dänemark beendet alle Corona-Maßnahmen
Dänemark beendet alle Corona-Maßnahmen
Datum: 26.01.2022 - 09:44 Uhr
In Dänemark werden am kommenden Wochenende sämtliche in Zusammenhang mit Corona stehenden Beschränkungen aufgehoben. Das verkündete Premierministerin Mette Fredriksen am gestrigen Dienstagabend. Besonders bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Inzidenz in Dänemark bei 4.352 liegt (Stand: 25. Januar 2022). Trotzdem hat sich die Regierung für den Wegfall sämtlicher Beschränkungen entschieden und geht sogar noch einen Schritt weiter: Corona wird nicht länger als gemeingefährlich betrachtet, sondern auf den Status einer ganz herkömmlichen Grippe »herabgestuft«.
Am heutigen Mittwoch wird Frederiksen um 18.00 Uhr in einer Pressekonferenz ihren Fahrplan zur Aufhebung der Beschränkungen bekanntgeben. Ausschlaggebend für diese Entscheidungen seien, so wurde vorab bekannt, die Empfehlungen der dänischen Epidemiekommission. Das Schreiben liegt der Premierministerin, dem Parlament (Folketing) und den dänischen Medien vor. Die Empfehlungen sind eindeutig: weg mit den Beschränkungen, Entschärfung von Corona im Sprachgebrauch und Herabstufung auf das Niveau einer herkömmlichen Grippe.
In Dänemark geht man - wieder einmal - einen ganz anderen Weg als in Deutschland. Nördlich der Eider gibt es keinen Tierarzt in führender Position an einem per Ermächtigung mit üppigen Vollmachten ausgestatteten Institut, da gibt es auch keinen von der ehemaligen Regierungschefin fast schon persönlich protegierten Haus- und Hof-»Virologen«; und natürlich gibt es kein Ein-Mann-Panik-Orchester (Zitat eines deutschen Comedians), das erst wochen- und monatelang als sogenannter Gesundheitsexperte durch die TV-Sendungen aller Kanäle geisterte und nun als Gesundheitsminister des aktuellen Corona-Regimes fungieren darf.
In der dänischen Epidemiekommission sitzen auch echte Fachleute aus einzelnen Ministerien, regionalen und lokalen Gesundheitsämtern sowie von speziellen Instituten (wie unter anderem dem dänischen Serum-Institut), der Polizei und Patientenvertretungen. 22 Frauen und Männer, wirkliche Experten, beraten und sprechen Empfehlungen aus. Ein Tierarzt ist nicht darunter.
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