CSU verliert, AfD gewinnt deutlich hinzu
CSU verliert, AfD gewinnt deutlich hinzu
Datum: 22.08.2023 - 10:08 Uhr
Die Ausgangsposition vor der kommenden Landtagswahl in Bayern am 8. Oktober ist klar: Söder von der CSU will weiterregieren, braucht dazu aber einen Koalititonspartner. Derzeit sind das die Freien Wähler von Aiwanger und so wie die aktuelle Sonntagsfrage zeigt, wird das wohl auch die kommende Option sein. Zwar verliert die CSU in den Umfragen weiter an Boden, wird aber mit 37 Prozent in etwa das Ergebnis von 2018 (mit 37,2 Prozent das schlechteste jemals erzielte Ergebnis der CSU in Bayern) halten. Vor fünf Jahren nahm Aiwanger die Offerte der CSU an, gemeinsam hatten beide Parteien 112 der 205 Sitze im Landesparlament (CSU 85, FW 27).
Die Freien Wähler werden laut dem aktuellen Trend bei der Wahlkreisprognose ihr Resultat gegenüber 2018 sogar noch leicht verbessern, von 11,6 Prozent auf etwa 13,5 Prozent und so die leichten Verluste Söders kompensieren können. Eine Neuauflage dieser Koalition ist daher sehr wahrscheinlich.
Natürlich hätte Söder auch eine andere Option: er könnte eine Koalition mit der am stärksten wachsenden Partei in Bayern bilden, der AfD. Sie kommt in den aktuellen Umfragen auf 18 Prozent und verdoppelt ihr Ergebnis der Landtagswahl 2018 (10,2 Prozent) fast. Das wäre eine richtig stabile Mehrheit im Landtag, aber es steht zu befürchten, dass Söder Angst vor diesem Schritt hat.
Dann sind da ja noch die Parteien der Berliner Ampel. Besonders erwähnenswert sind sie nicht, weil sie in Bayern nicht wirklich wichtig sind. Die Öko-Sozialisten schmieren auf 12,5 Prozent ab, ein Minus gegenüber der Landtagswahl 2018 von über fünf Prozent. Die Spezialdemokraten spielen in Bayern ohnehin nur eine Nebenrolle und müssen sich mit 11 Prozent zufrieden geben. Damit geht es ihnen aber immer noch besser als die Liberallalas: die scheitern mit 3 Prozent klar an der Fünf-Prozent-Hürde, für sie bleibt die Tür zum Landesparlament verschlossen.
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