CNN unterbricht Übertragung der Rede des US-Präsidenten und wertet den Auftritt
CNN unterbricht Übertragung der Rede des US-Präsidenten und wertet den Auftritt
Datum: 26.08.2020 - 09:26 Uhr
US-Präsident Donald Trump hielt beim Nominierungsparteitag seiner Republikanischen Partei in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina eine engagierte Rede, die von den Delegierten mit stürmischen Applaus honoriert wurde. Mehrer US-Sender übertrugen diesen Auftritt live, so auch CNN. Doch mitten in der Übertragung setzte man sich bei CNN für eine besondere Form des betreuten Denkens ein: man unterbrach die Live-Übertragung der Rede des US-Präsidenten. Mehr noch, der Moderator der Sendung, John King, fühlte sich berufen, ohne jedwede Vorwarnung den Auftritt Trumps zu werten und zu kommentieren. Ein unglaublicher Vorgang, dessen Spitze der Geschmacklosigkeit und Frechheit darin bestand, dass jener Moderator den US-Präsidenten bezichtigte, »irreführende Aussagen« und »völlige Lügen« getätigt zu haben.
Nun ist CNN bekannt dafür, dass der Sender seit Jahren im Clinch mit Präsident Trump liegt. Mehrmals hat jener Journalisten des Senders aus seinen Pressekonferenzen entfernen lassen und den Machern von CNN an den Kopf geworfen, dass sie Fakenews verbreiten. Nicht zu Unrecht, wie sich oftmals herausgestellt hat.
Dennoch, und das hat schon fast etwas absurdes an sich, haben bei einer Studie mehr als zwei Drittel der den US-Demokraten nahestehenden Befragten angegeben, dass sie dem Inhalt der von CNN verbreiteten Meldungen vertrauen, also dem Glauben schenken, was der Sender unter die Leute verteilt. Parteiübergreifend schneidet CNN aber deutlich schlechter ab: nicht einmal jeder zweite US-Bürger vertraut den Inhalten von CNN.
Von den der Republikanischen Partei nahestehenden Befragten gaben sechs von zehn an, dass sie CNN in hohem Maße misstrauen. Sogar dem britischen Sender BBC vertrauen sie mehr als CNN. Am vertrauensvollsten steht bei ihnen Fox News mit über 65 Prozent im Kurs. Insgesamt sind die Wähler der Republikaner im Verhältnis zu den Wählern der Demokraten aber deutlich skeptischer gegenüber den traditionellen Medien in den USA. Sie informieren sich lieber selbst als dass sie sich möglicherweise vorgefilterte, politisch manipulierte Nachrichten zum verzehrfertigen Konsum vorlegen lassen.
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