Christian Lindners Kampagne ein klassisches Eigentor
Christian Lindners Kampagne ein klassisches Eigentor
Datum: 02.08.2019 - 11:21 Uhr
Die Wahltermine in Brandenburg, Sachsen und Thüringen rücken unaufhaltsam näher und die Umfragen weisen aus, dass die AfD in allen drei Ländern sehr erfolgreich sein wird. Argumentativ haben die Altparteien nichts entgegenzusetzen. Also versucht man sich in deren Reihen mit sinnfreien Kampagnen, die mitunter schon an Hetze und Diffamierung grenzen.
Für die FDP steht der Einzug in die neuen Länderparlamente in Sachsen, Brandenburg und Thüringen nach wie vor in Frage. In allen drei Ländern krebst man in den Umfragen bei der Fünf-Prozent-Hürde herum. Um noch ein paar Stimmchen generieren zu können, hat sich der Bundesvorsitzende Christian Lindner eine ganz besondere Kampagne einfallen lassen. Er behauptet, dass es mit Risiko verbunden sei, die AfD zu wählen, Denn, so Lindners Weisheit, in den Ländern, wo die AfD stark ist, blieben angeblich Investoren und Touristen fern.
In den besagten Ländern ist die AfD schon seit mehreren Jahren stark. Folgte man jetzt den Lindnerschen Ergüssen, so müssten ja folgerichtig die entsprechenden Zahlen zurückgegangen sein. Doch gerade bei einem Blick auf die touristischen Zahlen irrt der FDP-Vorsitzende auf ganzer Linie.
Thüringen verzeichnete im ersten Quartal 2019 einen Zuwachs von 2,5 Prozent bei den Übernachtungen und einen Zuwachs von 1,7 Prozent bei den Gästeankünften. In Brandenburg stieg die Zahl der Gästeankünfte im Vorjahr insgesamt um 6 Prozent, bei den Campern sogar um 20 Prozent. Sachsen verzeichnete im Jahr 2018 erstmals über 20 Millionen Übernachtungen (Zuwachs 2,9 Prozent) und insgesamt einen Zuwachs von 4 Prozent bei den Gästeankünften.
Diese drei Länder sind bei Touristen so beleibt und gefragt wie noch nie. Herr Lindner irrt - wieder einmal.
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