Christen weltweit am stärksten verfolgt
Christen weltweit am stärksten verfolgt
Datum: 21.04.2021 - 11:30 Uhr
Siehe zu diesem Thema auch die Aktionen und Kampagnen der Initiative Christenschutz unter der Federführung von Sven von Storch.
Die islamistische Gewalt macht die Subsahara zur tödlichsten Region für Christen. Das schreibt »Open Doors«, das seit 1955 bestehende christliche Hilfswerk auf seinen Seiten. Laut dem Weltverfolgungsindex 2021 sind aktuell in den 50 erfassten Ländern rund 309 Millionen Christen einem sehr hohen bis extremen Maß der Verfolgung ausgesetzt. Erstplatzierter Staat in dieser für die Betroffenen tödlichen Rangliste ist die Diktatur von Kim Jong-Un in Nordkorea. Wer von den Schergen Kims als Christ entdeckt wird, wandert entweder ins Arbeitslager oder wird an Ort und Stelle ermordet. So ist es kaum verwunderlich, dass die Zahl der Christen in Nordkorea in der Zwischenzeit auf weniger als eine halbe Million (bei einer Gesamtbevölkerung von fast 26 Millionen Menschen) zurückgegangen ist.
Auf den nachfolgenden Plätzen finden sich zunächst einmal ausschließlich Staaten, in denen der Koran das Leben der Menschen bestimmt und beherrscht. Afghanistan, Somalia, Libyen, Pakistan, Eritrea, Jemen, der Iran und Nigeria verfolgen, vertreiben und morden Christen mit Billigung oder sogar im Auftrag der jeweiligen Regierung. Ihre Zahl ist in den meisten der hier genannten Länder daher auch äußerst gering - mit einer Ausnahme.
Nigeria beweist, dass selbst religiöse Mehrheiten nicht vor der Verfolgung von fanatischen Anhängern einer Minderheit geschützt sind. Von den knapp 210 Millionen Menschen im Land sind etwa 100 Millionen Christen und 95 Millionen Muslime. Allerdings fördert Präsident Muhammadu Buhari die Christenverfolgung im Land und setzt überwiegend Muslime aus dem Norden in bestimmte, entscheidende Ämter, darunter Sicherheitsorgane wie Militär, Luftwaffe, Polizei, Einwanderungsbehörde, Diplomatischer Sicherheitsdienst (DSS), Zoll, Zivilschutz, Strafvollzug, ein. Die Umtriebe islamistisch motivierter Terrorgruppen wie Boko Haram, der Fulani-Kämpfer oder der Splittergruppe »Islamischer Staat in der Provinz Westafrika« (ISWAP) werden seitens der Regierung nicht bekämpft.
Das Hilfswerk »Kirche in Not« schlägt ebenfalls Alarm und wird morgen, am 22. April, seinen Bericht zum Thema weltweiter Religionsfreiheit vorstellen.
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