China stärkt seine militärische Präsenz in Afrika
China stärkt seine militärische Präsenz in Afrika
Datum: 16.07.2020 - 10:13 Uhr
Die Zentralregierung der Volksrepublik China in Peking ist weltweit auf Expansionskurs. Wirtschaftlich ist das Land im weltweiten Vergleich zu einem wichtigen Faktor geworden und die territorialen Forderungen zur Rohstoffsicherung im Südchinesischen Meer sind ein Thema durchaus mit globalem Konfliktfaktor. Letztere spiegeln aber auch das gewachsene Selbstverständnis der Volksrepublik China wider. In Peking ist man davon überzeugt, dass man in der Zwischenzeit ein Jemand ist und stellt sich entsprechend dar.
Zu diesem Selbstverständnis gehört auch, dass man agiert wie eine Weltmacht, wie die USA oder Russland. Der Abschluss von globalen Verträgen, durchaus auch verbunden mit der permanenten Präsenz von Volkschinesen in dem entsprechenden Land, gehört für die Zentralregierung in Peking dazu. Und auch die Lieferung von Kriegsmaterial und der Aus- und Aufbau von Militärbasen in jenen anderen Staaten ist für Peking in der Zwischenzeit genau so selbstverständlich geworden wie es das für die Regierungen in Washington und Moskau bisher auch immer war.
Wie stark die Volksrepublik in den Handel von Kriegsgerät nach Afrika involviert ist, hat eine gemeinsam erstellte Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Thinktanks Merics an den Tag gebracht. Hinter Russland ist die Volksrepublik China der zweitgrößte Waffenlieferant in Afrika. In Dschibuti hat man bereits eine chinesische Marinebasis errichtet, mehr als eine Million Chinesen halten sich im Auftrag der Kommunistischen Partei Chinas auf dem schwarzen Kontinent auf.
Allerdings findet diese chinesische Expansionen nicht sehr oft den Wohlwollen der Menschen in den Ländern. So kommt es bereits jetzt in einigen afrikanischen Ländern zu antichinesischen Protesten, wie sie aus Vietnam, Indien, Tibet, Hongkong und sogar im ansonsten innig befreundeten Pakistan bekannt sind.
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