Chef des Miri-Clans stellt Asylantrag in Deutschland

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Chef des Miri-Clans stellt Asylantrag in Deutschland
Datum: 31.10.2019 - 09:57 Uhr

Vor 15 Wochen wurde Ibrahim Miri, Chef des berüchtigten Miri-Clans, in den Libanon abgeschoben worden. Gegen Ibrahim Miri wurde ein Einreise- und Aufenthaltsverbot verhängt. Zuvor war er unter anderem wegen bandenmäßigen Drogenhandels 2014 zu einer sechsjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden, befand sich aber auf freiem Fuß. Im Juli wurde er abgeschoben, im Libanon aber freigelassen. Dort, so die libanesischen Justizbehörden, liege gegen ihn nichts vor. Ibrahim Miri nutzte die fehlenden Kontrollen an den deutschen Grenzen, um illegal wieder einzureisen. In Bremen stellte er nun einen Asylantrag.

Der Miri-Clan hat seine Mitglieder nach einigen Revierstreitigkeiten mit anderen Clans nach und nach aus den ursprünglichen Regionen Essen und Berlin nach Bremen zusammengezogen. Dort ist der Clan wie zuvor auch in den Berichen Schutzgelderpressungen, Drogen- und illegalen Medikamentenhandel, Waffenhandel oder im Rotlichtmilieu aktiv. Gegen 1.200 der etwa 2.600 Clannmitglieder wird strafrechtlich ermittelt. Ibrahim Miri war zudem auch noch Oberhaupt des in der Zwischenzeit verbotenen Rockerclubs Mongols MC Bremen.

Angaben seines Anwaltes zufolge begründet Miri seinen Asylantrag damit, dass er im Libanon von schiitischen Milizen mit dem Tod bedroht werde. Außerdem wolle sein Mandant juristisch gegen die Abschiebung vorgehen. Sollte der Haftbefehl gegen Miri vollzogen werden, wandert er in den Knast. Pro Tag und Gefangenen entstehen dem deutschen Steuerzahler Kosten in Höhe von 150 bis 200 Euro, bei Sicherungsverwahrten sogar bis zu 450 Euro.

Sven von Storch

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