Chaos und Ratlosigkeit in der Regierungs-Koalition
Chaos und Ratlosigkeit in der Regierungs-Koalition
Datum: 03.06.2019 - 10:46 Uhr
Die Chaostage bei der SPD sind mit dem Abgang Nahles´ noch lange nicht beendet. Ein potenzieller Nachfolger als Fraktions- wie auch Parteichef wird vorgeschlagen, doch bisher haben alle dankend abgewunken. Niemand will freiwillig den Schleudersitz übernehmen. In den letzten Jahren ramponierten sich Gabriel, »100-Prozent-Maadin«-Schulz, Scholz als Kurzeitkommissar und nun auch Nahles ihr politisches Renommee derart, dass sie als komplett verbrannt gelten.
Entsprechend zurückhaltend sind nun auch die Reaktionen der für die Nachfolge von Nahles ins Spiel gebrachten Personen. Niemand erklärt sich selbst bereit, sich dieser Aufgabe zu stellen; die Vorschläge erfolgen stets von dritter Seite, woraufhin der oder die Vorgeschlagene ganz schnell seinen/ihren Verzicht erklärt. Es hat den Anschein, dass jedem in der SPD bewusst ist, dass die Übernahme des Parteivorsitz gleichzeitig das Ende aller weiterer politischer Ambitionen bedeutet.
Während sich in den Reihen der SPD die Stimmen nach einem Rückzug aus der sogenannten Großen Koalition mehren und man sich in der Opposition erneuern sollte, versuchen Merkel und ihre Getreuen, dieses Szenario möglichst zu vermeiden. Sie appellieren verzweifelt in Richtung SPD, man möge »Vertragstreue« zeigen und an der GroKo festhalten; wohl wissen, dass auch die Union bei Neuwahlen schwerste Stimmenverluste zu verzeichnen hätte und sie einige gut dotierte Posten im Bundestag verlieren würde.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment