CDU will in NRW auch als Juniorpartner einer großen Koalition regieren
CDU will in NRW auch als Juniorpartner einer großen Koalition regieren
Datum: 07.04.2017 - 08:31 Uhr
Armin Laschet ist der Spitzenkandidat der CDU in Nordrhein-Westfalen. Am 14. Mai wird der neue Landtag gewählt. Der aktuelle Stand in den Umfragen und Wahlbörsen sieht die SPD als stärkste Partei aus der Wahl herausgehen und wird die CDU deutlich distanzieren. Weil aber die Grünen für ihre Politik in der Form belohnt werden, dass sie vermutlich knapp die Hälfte ihrer Stimmenanteile verlieren, reicht es nicht für eine Neuauflage von Rot-Grün im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Auch Rot-Rot-Grün wird nicht realisierbar sein, weil die sich mehrfach umbenannte SED glatt an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Eventuell könnte es am Wahlabend für eine sozial-liberale Koalition reichen. Die FDP hat sich das Brautkleid verbal bereits mehrfach übergeworfen und auch der Bräutigam SPD scheint nicht ganz abgeneigt zu sein; aus Rücksicht auf den Noch-Koalitionspartner aber halten sich die Verantwortlichen um Hannelore Kraft verbal etwas zurück.
Mathematisch wäre nach dem jetzigen Stand der Zustimmung eine bürgerlich-liberale Koalition aus CDU, FDP und AfD möglich. Aber alleine schon der Gedanke daran ist reine Utopie und sollte lediglich der Vollständigkeit halber hier aufgeführt werden. Da geht Armin Laschet lieber im Vorfeld der Wahl jetzt schon vor Hannelore Kraft auf die Knie und biedert sich als Juniorpartner für eine große Koalition an. Ein energischer, optimistischer Wahlkampf ist das nicht.
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