CDU will den Chef der WerteUnion nicht für den Landtag kandidieren lassen
CDU will den Chef der WerteUnion nicht für den Landtag kandidieren lassen
Datum: 19.06.2020 - 09:56 Uhr
Die WerteUnion ist die kernkonservative Basisbewegung innerhalb der Unionsparteien. Sie gehört nachweislich nicht zu den unbedingten Anhängern der Merkel-Politik. Sehr oft kritiserten Mitglieder der WerteUnion den vehementen Linkskurs, den vor allem die CDU unter Merkel eingeschlagen hat. Merkel habe konservative Positionen verraten und die Partei im politischen Spektrum so weit vom Kurs abgebracht, dass dadurch erst Raum für die AfD geschaffen wurde, die die verwaisten Positionen dann besetzen konnte, so ein immer wiederkehrender Vorwurf.
Alexander Mitsch ist der Bundesvorsitzende der WerteUnion. Für die Landtagswahl im kommenden Jahr in Baden-Württemberg wollte er sich im Wahlreis Schwetzingen als Kandidat aufstellen lassen. Ende 2016, Anfang 2017 habe Mitsch eigenen Angaben zufolge wegen des eingeschlagenen strikten Linkskurs der CDU sogar überlegt, in die AfD einzutreten, habe letztlich aber davon abgesehen und stattdessen die WerteUnion gegründet. Rund 2.000 Mitglieder gibt es derzeit in der WerteUnion, die von der Mutterpartei aber nicht als parteinterne Gruppierung anerkannt ist.
Bei der Wahl zur Kandidatur im Wahlkreis Schwetzingen zog Mitsch daher auch den Kürzeren. Die Merkelianer wählten stattdessen lieber einen Kandidaten, der mehr auf Merkellinie ist und mit dem Strom schwimmt. Kritische Stimmen in den eigenen Reihen mag man nicht unterstützen wollen. Wertkonservative Mitglieder sind in der Merkel-CDU nicht gerne gesehen, Zukunftsperspektiven gibt es für sie nicht; zumindest nicht innerhalb der Partei.
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