Bundestagswahl_ Nichtwähler stellen die größte Zahl
Bundestagswahl_ Nichtwähler stellen die größte Zahl
Datum: 28.09.2021 - 13:10 Uhr
Gegenwärtig lassen sich die Großkopferten der Altparteien für ihre angeblichen Wahlerfolge feiern, vorneweg der in diverse Skandale verstrickte Sozialdemokrat Scholz und die ihren Lebenslauf etliche Male überarbeitet habende Baerbock von den Grünen. Bei genauerem Hinschauen stellt sich aber heraus, dass die vermeintlichen Erfolge gar nicht existent sind. Denn nach wie vor stellen die Nichtwähler die größte Gruppe. Über 14 Millionen Wahlberechtigte (14.329.469) haben ihre Stimme nicht abgegeben. Die größte Aufgabe einer wie auch immer gearteten neuen Regierung ist es oder sollte es daher sein, die Politikverdrossenheit nach 16 Jahren Merkel-Stillstand aufzuarbeiten.
Wird nämlich die Summe der Wahlberechtigten als Berechnungsgrundlage genommen, dann hat nicht einmal jeder Fünfte (19,5 Prozent) sich für Scholz und seine Partei entschieden. Bei den Öko-Sozialisten war es gerade einmal jeder neunte Wahlberechtigte (11,2 Prozent). Woher jene Lautsprecher also das Recht ableiten, sie würden für die Wähler sprechen, entbehrt bei diesen Zahlen jeglicher faktenbasierten Grundlage. Es würde ihnen besser zu Gesicht stehen, hier deutlich kleinere Brötchen zu backen.
Bei 23,4 Prozent Nichtwählenden ist doch wohl unzweifelhaft, dass es unbedingt einer Wahlrechtsreform bedarf. Nicht zuletzt, weil das kommende Parlament eben NICHT dem Willen des Volkes entsprechen kann, wenn fast ein Viertel der Wahlberechtigten nicht gewählt hat.
Konsequent wäre es daher, nur die Anzahl der Sitze im Parlament zu besetzen, die analog der Wahlbeteiligung entspricht. Anhand der aktuellen Zahlen bestünde das Parlament dann nur noch - wird die ursprünglich vorgesehen Zahl von 598 Abgeordneten zugrunde gelegt - aus 458 Abgeordneten. Das würde dem Steuerzahler, der die Parlamentarier voll alimentiert, eine erhebliche Minderausgabe bescheren.
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