Bundestagswahl am 23. Februar 2025 _ Wahbeteiligung bei 83,5 Prozent
Bundestagswahl am 23. Februar 2025 _ Wahbeteiligung bei 83,5 Prozent
Datum: 23.02.2025 - 17:01 Uhr
Union: 22,4 Prozent (CDU) / 6,2 Prozent (CSU) (historisch zweitschlechtestes Ergebnis für die Union bei einer BTW).
AfD: 20,4 Prozent
SPD: 16,2 Prozent (historisch schlechtestes Ergebnis bei BTW)
Grüne: 12,3 Prozent
Linke: 8,5 Prozent
BSW: 5,0 Prozent
FDP: 5,0 Prozent
Anmerkung: Eine separate Berechnung der beiden Unionsparteien wird während der Prognosen und Hochrechnungen nur bedingt von den Instituten angeboten. Erst bei der Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Endergebnis werden CDU und CSU vollständig separat betrachtet.
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630 Sitze wird es im neu zu wählenden Bundestag geben, das ist die Höchstzahl. Überhang- und Ausgleichsmandate fallen durch die Wahlrechtsreform weg. Einen wie zuvor überproportional aufgeblasenes Parlament wird es daher nicht mehr geben. Das bedeutet auch, dass nicht - wie bisher - jeder - Sieger eines Wahlkreises auch automatisch in den Bundestag einzieht. Aktuellen Prognosen zu folge werden etwa 20 dieser Sieger faktisch außen vor bleiben. Es sei denn, sie haben auch zeitgleich einen verheißungsvollen Listenplatz ihrer Partei belegt.
Große Spannung herrscht in den Umfragen bezüglich des Abschneidens der einzelnen Parteien (nicht der Fraktionen). Drei kleinere Parteien kämpfen um ihr politisches Überleben im Bundestag. Für die Lindner-Truppe und die Wagenknechte könnte es ganz eng werden und womöglich am Abend nicht ausreichend sein. Die mehrfach umbenannte SED hat sich in den vergangenen Wochen erholt und darf sich durchaus Chancen auf einen Einzug in den Bundestag ausrechnen.
Die »Reste-Ampel«, bestehend aus den Spezialdemokraten und den Öko-Sozialisten, wird gegenüber der vorhergehenden Bundestagswahl mit Verlusten zu rechnen haben. Während sich die bei Baerbock und Genossen im Rahmen hält (minus zwei Prozentpunkte), schmieren Scholzens Genossen ordentlich ab. Hier lauten die Prognosen auf zweistellige Verluste.
Die CSU wird derzeit bei etwa 7 bis 8 Prozentpunkten taxiert, was ihr einen souveränen Einzug ins Parlament beschert. Aber es gibt da noch ein kleines Schmankerl: holt die CSU die erwarteten Werte, dann nimmt sie der CDU bei der Gesamtberechnung der Unions-Stimmen einen beachtlichen Anteil ab. Liegt der dann, wie aktuell prognostiziert, bei 28 Prozentpunkten, könnte es tatsächlich dazu kommen, dass die AfD mit ihrem derzeitig avisierten Wert von 22 Prozentpunkten die stärkste Partei im Bundestag sein wird.
Das wird dem Unions-Kandidat aus dem Sauerland ganz sicher nicht gefallen.
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