Bundesmarine fehlen Schiffe

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Bundesmarine fehlen Schiffe
Datum: 28.01.2019 - 12:28 Uhr

Die Bundeswehr gibt in ihrer Gesamtheit ein trostloses Bild ab. Mangelhafte Ausrüstung, fehlende Einsatzfahr- und -flugzeuge, nicht ausreichend qualifizierte Bewerber, völlig fehlgeleitete politische Entscheidungen, Skandale um externe Beratungsfirmen. Die Liste der Versäumnisse ist, seitdem Ursula von der Leyen (CDU) das Bundesverteidigungsministerium übernommen hat, alles andere als kürzer geworden. Statt sich alter Baustellen zu widmen, hat die in den sozialen Medien als »Flinten-Uschi« bezeichnete von der Leyen die letzten noch halbwegs intakten Elemente der Bundeswehr ebenfalls so gut wie ruiniert. 

Die heutigen Soldaten werden in die Welt verschickt, ohne die dafür erforderliche Ausrüstung zur Verfügung zu haben. Panzerfahrzeuge, die keine ausreichende Panzerung vorweisen; Gewehre, deren Läufe nach wenigen Schüssen heißlaufen und verziehen; Flugzeuge, die nicht fliegen; Hubschrauberbesatzungen, die auf Helikoptern des ADAC ausgebildet werden müssen - weil die bundeswehreigenen Hubschauber nicht fliegen können; die Liste der Versäumnisse und des Versagens ist lang. Und was man als Neuanschaffung vorstellte, wie zum Beispiel die Fregatte der Typenreihe F125, floppte total.

Die einzige Waffengattung, die bisher halbwegs ungeschoren davon kam, war die Marine. Doch von der Leyen hat es geschafft, auch hier wirksam tätig zu werden. Der Marine fehlen Schiffe und Besatzungen, um die ihr gestellten Aufgaben zu erfüllen. Auf die vor etlichen Jahren versprochenen neuen vier Fregatten wartet man immer noch. Doch selbst wenn sie da wären, fehlten die Besatzungen dafür. Jedes Schiff hat seine feste Besatzung. Durch die neuen von der Leyenschen Arbeitszeitmodelle aber wird die Einsatzzeit der Seeleute stark begrenzt. Für einen Einsatz wie der Mission »Sophia« im Mittelmeer müssten alleine drei Schiffe pro Jahr zur Verfügung stehen. Derzeit ist die Marine vor der libyschen Küste und in der Ägäis im Einsatz; alle Schiffe sind also »ausgebucht«. Für den Kampf gegen somalische Piraten oder die Entsendung in NATO-Verbände bleibt da aktuell und auf absehbare Zeit nichts mehr übrig.

Sven von Storch

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