BRICS-Staaten machen nächsten Schritt zur eigenen Handelswährung

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BRICS-Staaten machen nächsten Schritt zur eigenen Handelswährung
Datum: 28.07.2023 - 10:31 Uhr

Da die Spannungen mit den westlichen Volkswirtschaften zunehmen, hat Russland zusammen mit den anderen BRICS-Staaten (Brasilien, Indien, China und Südafrika) den nächsten Schritt unternommen, um die dominierende Stellung des US-Dollars zu schwächen. Vergangenen Freitag erklärte die russische Botschaft in Kenia, dass »die BRICS-Staaten die Einführung einer neuen Handelswährung planen, die durch Gold gedeckt sein wird.« Die Nachricht wurde von RT, dem staatlich kontrollierten russischen Fernsehsender - und von der EU-Kommission zensiert - bestätigt.

Die Ankündigung verleiht der viel diskutierten »De-Dollarisierungs«-Bewegung, die sich seit den westlichen Sanktionen gegen Russland wegen des Krieges im Donbas verstärkt hat, weiteren Schwung. Wie die BRICS-Bank Tage vor der Ankündigung Russlands bestätigte, ist die Schaffung einer gemeinsamen Währung eher ein »mittel- bis langfristiges Ziel«, allerdings haben vor allem Banken in China und Indien verstärkt Gold auf dem Weltmarkt angekauft. Sie gehhören damit zu den prominenten Käufern im vergangenen Jahr und sind außerdem beide Teil des BRICS-Staatenblocks.

Eine am Montag veröffentlichte Invesco-Umfrage bestätigte, dass immer mehr Länder ihre Goldreserven zurückführen, um sich gegen die Art von Sanktionen zu schützen, die der Westen gegen Russland verhängt. Die Talfahrt an den Finanzmärkten im letzten Jahr verursachte weitreichende Verluste für Staatsgeldmanager, die ihre Strategien nun »grundlegend« überdenken, weil sie davon überzeugt sind, dass höhere Inflation und geopolitische Spannungen anhalten werden, sagte Invesco.

 

 

Sven von Storch

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