Brasilien wird dem WHO-Pandemieabkommen nicht beitreten
Brasilien wird dem WHO-Pandemieabkommen nicht beitreten
Datum: 28.07.2022 - 12:15 Uhr
»Brasilien wird dem Abkommen nicht beitreten. Brasilien ist autonom«, erklärte Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro in einem Beitrag bei report24. »Ich habe bereits mit unserem Kabinett für Außenbeziehungen gesprochen, und wenn dieser Vorschlag angenommen wird, dann nicht von Brasilien«, ergänzte er seine Aussage und deutete an, dass Brasilien die WHO wegen des Pandemievertrags verlassen könnte. Das Abkommen wird vielerorts dafür kritisiert, die Verfassungen der einzelnen Staaten auszuhebeln.
Hingegen bekräftigte Bolsonaro einmal mehr, dass in seinem Land die bürgerlichen Freiheiten aufrecht erhalten werden; anders, als in vielen anderen Ländern, wo diese Freiheiten mit dubiosen Begründungen massiv eingeschränkt werden: »Außerdem war ich der einzige Staatsmann, der sich nicht an die Abschottungspolitik gehalten hat. Ich habe gesagt, dass wir uns um die älteren Menschen und die Menschen mit Komorbiditäten kümmern müssen, und heute zeigen Studien außerhalb Brasiliens, dass ich Recht hatte.«
Er sparte auch nicht mit Kritik an einigen Politikern innerhalb Brasiliens, die im Bezug auf unter anderem Lockdowns eine andere Strategie als er verfolgten: »Raten Sie mal, welcher Staat sich in Brasilien am meisten abschottet? Sao Paulo. Welcher Staat hatte die meisten Todesfälle pro Kopf? Sao Paulo. Das ist ein Zeichen dafür, dass ich auch hier Recht hatte.«
Bolsonaro steht mit seiner Ablehnung gegen das Pandemieabkommen nicht alleine, auch wenn das in westlichen Mainstreammedien anders behauptet wird. Zu den sich ablehnend äußernden Politikern gehören auch die EU-Abgeordnete Christine Anderson, die als erste Alarm schlug, und die kanadische Parlamentsabgeordnete Leslyn Lewis, die warnt, dass der Pandemievertrag verheerende Folgen für die nationale Gesundheitssouveränität haben wird.
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