Bombenterror auf Dresden 1945 jährt sich
Bombenterror auf Dresden 1945 jährt sich
Datum: 12.02.2021 - 13:50 Uhr
Im Februar 1945 war der Krieg in Europa im Grunde genommen strategisch und taktisch schon längst beendet. Der Ausgang stand fest, aber niemand wollte dem Sterben ein Ende machen. Die deutschen Ostgebiete waren von der Sowjetarmee eingenommen worden, wer gekonnt hatte, war vor deren Truppen geflohen. Größere Evakuierungsunternehmungen wie unter anderem mit dem ehemaligen Kreuzfahrtschiff »Wilhelm Gustloff« wurden im wahrsten Sinne des Wortes torpediert und sorgte für den im Zusammenhang mit der Schifffahrt bis heute größten Verlust an Menschenleben.
Die Westalliierten hatten sich ihrerseits auf die Flächenbombardierung deutscher Städte verlegt. Die britische »Area Bombing Directive«, bereits 1942 herausgegeben, sah vor, insbesondere zivile Ziele in Deutschland in Schutt und Asche zu legen, um so den Kampfeswillen der deutschen Bevölkerung zu brechen. Doch bereits nach den ersten dieser Angriffswellen mussten die Briten feststellen, dass ein genau entgegengesetzter Effekt eintrat: in Deutschland machte sich eine »jetzt-erst-recht-Stimmung« breit, die die Fortsetzung des Krieges befürwortete.
Marshal Arthur Harris von der Royal Air Force wurde mit der Ausarbeitung weiterer Vernichtungspläne gegen die deutsche Zivilbevölkerung beauftragt. Er machte sich ans Werk und ließ eine Stadt nach der anderen in Schutt und Asche legen. Städte, die kaum militärische Bedeutung hatten; Städte, in denen es kaum oder keine Rüstungsbetriebe gab; Städte, die bis auf eine Handvoll Flak-Stellungen nahezu unverteidigt waren.
Für Februar 1945 hatte sich Harris die sächsiche Metropole Dresden als Ziel ausgesucht. In der Stadt lebten bei Kriegsbeginn 1939 knapp 650.000 Einwohner. Erste Bombenangriffe auf die Stadt gab es im Spätsommer und Herbst 1944, allerdings war der Schaden danach noch überschaubar. Flüchtlingstrecks aus dem Osten, die sich vor den heranstürmenden Rotarmisten in Sicherheit gebracht haben, bevölkerten die Stadt. Die genaue Zahl ist nicht bekannt, aber Berichten und Schätzungen zufolge, sollen sich bis zu 200.000 Flüchtlinge Anfang Februar in der Stadt aufgehalten haben.
Am Abend des 13. Februar 1945 flog eine britische Bomberstaffel den ersten Angriff gegen Dresden und machte den Auftakt für das Morden und Töten. 244 Bomber warfen Brand- und Sprengbomben großflächig über der Stadt ab, um zu zerstören. Es gab keine bestimmten Ziele, es sollte einfach nur vernichtet werden. In den frühen Morgenstunden des 14. Februar flog eine britisch-kanadische Bombereinheit und warf weitere Luftminen, Sprengbomben und mehr als eine halbe Million(!) Stabbrandbomben ab.
Am Mittag des 14. Februar erfolgte dann der erste Vernichtungsschlag der amerikanischen Luftwaffe, die ebenfalls Spreng-, Minen- und Stabbrandbomben abwarf. Einige Einheiten jedoch verflogen sich aufgrund des schlechten Wetters und bombardierten Prag statt Dresden.
Die letzte dieser vier Vernichtungswellen traf Dresden in den Mittagsstunden des 15. Februars. Wieder waren es amerikansiche B-17-Bomber, die ihre Last auf die Stadt verteilten. Betroffen waren vor allem zivile Ziele, wie die Wohnhausgebiete oder das Waldschlösschenviertel, wo es weder Industrie noch Rüstungsbetriebe gab.
Die Zahl der Opfer ist bis heute nicht endgültig erfasst. Alleine die Opferzahl der in der Stadt befindlichen Flüchtlinge aus Pommern, Schlesien oder anderer Ostgebiete soll jedenfalls die angegebene offizielle Zahl von 25.000 Toten um ein Mehrfaches überschreiten.
Arthur Harris, der von linken, linksradikalen und linksextremen Truppen auch heute noch gefeiert wird, gilt in der Zwischenzeit bei Historikern und sogar Zeitgenossen als Kriegsverbrecher. Sein Denkmal wurde mehrfach beschädigt und zerstört, nicht zuletzt deshalb, weil fast jeder zweite britische Pilot nicht von den von Harris befohlenen Bombenangriffen auf die deutschen Städte zurückkam.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment