Börsen-Indizes steigen, Goldpreis fällt

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Börsen-Indizes steigen, Goldpreis fällt
Datum: 26.01.2017 - 09:00 Uhr

Donald Trump würde die Wirtschaft ruinieren; das prognostizierte US-Milliardär und Trump-Intimfeind George Soros. Die Börse würde zusammenbrechen, Firmenpleiten und Massenarbeitslosigkeit wären die Folge. Außerdem würde Trump den dritten Weltkrieg heraufbeschwören. So und ähnlich wetterte Soros über Trump und das politische Establishment, auch hier in Deutschland, war nur all zu gerne bereit, diese Szenarien zu übernehmen. In den Mainstreammedien überschlug man sich vor Gegeifer gegen Trump. Der Weltuntergang müsse, wäre man jenen Ausführungen gefolgt, unmittelbar bevorstehen.

Doch die Realität sieht ganz anders aus. Seit der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten geht der Dow-Jones-Index geradezu durch die Decke. Aktuell schloss der Index erstmals in seiner über 130 Jährigen Geschichte mit einem Wert von über 20.000 Punkten! Seit dem 01. Oktober 1928 wird der Index unverändert aus dem Aktienwert von 30 Unternehmen berechnet.

Im Sog dieses Kursanstiegs ziehen auch die anderen Börsen nach. Der DAX steht aktuelle bei knapp 11.900 Punkten und marschiert ungebremst Richtung 12.000er-Marke. Von den Analysten und Pessimisten, die vorher lauthals den Zusammenbruch verkündet hatten, hört man mittlerweile fast nichts mehr. Der greise Soros giftete beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos noch einmal ein wenig vor sich hin; so richtig Anklang fanden seine Worte im Gegensatz zu früheren Jahren jedoch nicht mehr.

Die Anleger verweigern in der Zwischenzeit auch die Übernahme der von Soros und Konsorten heraufbeschworenen (oder gar herbei gewünschten?) Kriegsgefahr. In solchen Szenarien, das hat die Geschichte mehrfach gezeigt, greift der Markt gerne auf Gold zurück. Während des Wahlkampfes wurde daher auch weltweit Gold in kaum geahntem Umfang gehandelt und der Goldpreis ging stetig nach oben. Seit der Wahl Trumps jedoch fällt der Goldpreis.

Trump hatte unter anderem erklärt, dass er sich mit Putin über gemeinsame Vorgehen, insbesondere im Kampf gegen den sich weltweit verbreitenden islamistischen Terror, abstimmen werde. Trump setzt, anders als die grandios gescheiterte Hillary Clinton, auf Gespräche statt Konfrontation mit Russland. Die Anleger erkennen das und fassen Vertrauen in den Markt. Eine Flucht ins Gold ist nicht erforderlich und demzufolge wird das Edelmetall aktuell zum Zweck der Gewinnmitnahme verkauft.

Auch in Deutschland ist es um die Propheten des Unheils still geworden. Je lauter diese Leute vorher aufgeheult haben und je schwärzer sie die Zukunft prognostiziert haben, umso tiefer verkriechen sie sich jetzt in ihre Löcher. Sie warten aber nur darauf, dass es irgendwo auf diesem Erdball eine kleine Krise gibt und die Kurse leicht nachgeben. Dann werden sie wie Raketen hervorschießen und verkünden, dass sie es schon immer gewusst hatten und sie auch schon immer gewarnt haben.

Sven von Storch

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