Blutige Spiele_ Fußballweltverband FIFA hält an Katar fest
Blutige Spiele_ Fußballweltverband FIFA hält an Katar fest
Datum: 15.12.2021 - 10:22 Uhr
Derzeit findet in Katar der Arab-Cup im Fußball statt, eine Art Generalprobe für die im Februar dort stattfinden sollende Fußballweltmeisterschaft der FIFA, dem Weltfußballverband. Unterstützt von einigen »eingemeindeten« Spielern wie dem gebürtigen Portugiesen Pedro Miguel, dem aus Ghana stammenden Mohammed Muntari oder dem Sudanesen Almoez Ali feiert die Auswahl Katars einen Sieg nach dem anderen.
Selbstverständlich ist auch eine Delegation der FIFA vor Ort, angeführt mit dem höchst umtriebigen und ebenso umstrittenen Präsidenten Gianno Infantino. Zu den aktuellen Berichten über die beim Bau der Stadien mehr als 11.000 getöten Gastarbeitern aus Bangladesch, Indien, Nepal, Bhutan und anderen asiatischen Ländern schweigt man. Weder die gastgebenden Scheichs noch die Delegierten der FIFA stehen entsprechenden Fragen zur Verfügung.
Dabei ist es längst bekannt, dass die überwiegend buddhistischen Gastarbeiter vom regierenden muslimischen Clan in Katar wie Sklaven misshandelt werden. Die Unterkünfte sind menschenunwürdig, jene Ghettos sind Keimzellen für Krankheiten. Die Arbeitsbediungen sind miserabel, von Arbeitsschutz und Einhaltung von Sicherheitsvorschriften keine Spur. Viele der Gastarbeiter warten seit Monaten auf die ihnen zustehende Entlohnung. Doch darüber wird seitens der Verantwortlichen der Mund gehalten.
Dass die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft an Katar mit vielen Petro-Dollars gekauft wurde, ist in der Zwischenzeit auch längst kein Geheimnis mehr. Unbekannt ist lediglich, wer mit wie viel Geld geschmiert wurde. An der Aufklärung ist niemand so wirklich interessiert. FIFA und Transparenz - zwei Begriffe, die sich gegeneinander ausschließen.
Auch der Deutsche Fußballbund (DFB) und sein Aushängeschild, eine in der bayrischen Metropole ansässigen Aktiengesellschaft mit angeschlossener Fußballabteilung, halten sich extrem bedeckt. Das ist wenig verwunderlich, denn schließlich haben beide sehr lukrative Verträge mit Katar abgeschlossen.
Das sind übrigens genau die selben Herrschaften, die sich bei der Hetze und Kritik gegen ungeimpfte Fußballprofis sehr weit aus dem Fenster lehnen. Aber wer mit einem undemokratischen Regime wie dem in Katar Geschäfte macht, der folgt auch der nicht minder undemokratischen Linie eines Corona-Regimes.
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