Black Friday - der verzweifelte Versuch, den Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen
Black Friday - der verzweifelte Versuch, den Menschen Geld aus der Tasche zu ziehen
Datum: 25.11.2022 - 12:09 Uhr
Eine weitere Unart aus den USA verbreitet ich in Europa und vor allem in Deutschland immer mehr: der sogenannte »Black Friday«. In Anlehnung an den Börsensturz an der Wall Street 1929, der nach US-Ortszeit sich noch am Donnerstag ereignete und demzufolge als »Black Thursday« in die Geschichte einging, spricht man in Europa, wo es bereits Freitagmorgen war, vom »Schwarzen Freitag«. Das sorgt mitunter für Irritationen. Der »Black Friday« ist in den USA hingegen der Freitag nach »Thanksgiving«, dem US-Erntedankfest. Das findet immer am vierten Donnerstag im November statt, traditionell ist es ein schlechter Tag für Truthähne. Die finden sich nämlich in millionenfacher Zahl auf den üppig gedeckten Tafeln der US-Bürger als Hauptspeise wieder.
Zurück zum »Black Friday«. In den USA wird mit diesem Tag die vorweihnachtliche Verkaufssaison eingeläutet. Mit großen Rabatten und immensen Preisnachlässen wollen Händler aller Kategorien und Geschäftszweige die Bürger dazu animieren, ihre mühsam zusammengesparten Groschen auszugeben. Seit einigen Jahren hält diese Unart auch immer mehr in Europa und vor allem in Deutschland Einzug.
Es geht dabei nicht darum, den Menschen Dinge zu einem reduzierten Preis anzubieten, die sie wirklich benötigen, sondern vor allem Tinnef und Überflüssiges derart billig auf den Markt zu werfen, dass die Bürger ihre Geldbeutel bereitwillig öffnen und ihre letzten Spargroschen hergeben.
Auch die Mainstreammedien machen bei diesem Unfung mit und propagandieren in großem Umfang die diversen Aktionen zum »Black Friday«, der längst nicht mehr nur einen Tag, sondern eine ganze Woche bis sogar einen ganzen Monat umfasst. Das, was man wirklich braucht, gibt es vor allem am »Black Friday« nicht. Deswegen: trotz der ganzen Werbe-Beballerei erst nachdenken, dann - vielleicht - kaufen.
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