Bisher weder Programm noch Plan
Bisher weder Programm noch Plan
Datum: 14.02.2017 - 09:39 Uhr
Martin Schulz, der langjährige Bürgermeister von Würselen (oder wie es »SPON« schreibt: »Der Trump aus Würselen«), ist der selbsternannte Hoffnungsträger der SPD im Wahljahr 2017. Folgt man den Meldungen deutscher »Qualitätsmedien«, so kann Schulz über das Wasser laufen, dessen Fluten er zuvor mit einer Handbewegung geteilt hat. Er, Schulz, kann und wird es richten. Nur er kann den Niedergang der SPD stoppen. Allerdings hat Schulz bisher weder ein Programm noch einen Plan vorgestellt, wie er das erreichen will. Stattdessen versucht er sich als Dampfplauderer mit jeder Menge leerer, nichtssagender Phrasen.
Die »Morgenpost« berichtet, dass Schulz um eine Verlegung des für den 29. Mai vorgesehenen Bundesparteitags gebeten hat. Nach hinten, wohlgemerkt. Er braucht noch etwas länger, um sich einen Plan auszudenken, wie er seinen volltönenden, aber inhaltsleeren, Worten auch zumindest ein paar Taten folgen lassen kann.
Bisher besticht Schulz dadurch, dass er nichts sagt - und sich somit weder festlegt noch angreifbar macht. Diese Linie will, so scheint es, die SPD auch unbedingt bis zur Landtagswahl in NRW Anfang Mai 2017 durchziehen. Denn würde Martin Schulz, das personifizierte Abbild des Polit-Establishments, sich auf Sachthemen festlegen, würde er das von ihm selbst kreierte Bild des »Kumpel Martin«, dem Nachbarn, ramponieren.
Noch zehrt Schulz davon, dass er der »Neue« ist. Schon Hermann Hesse wusste: »Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.« Aber schon bald wird Schulz liefern müssen. Dann gilt es für ihn, Farbe zu bekennen. Und dann wird man sehen, ob hinter Schulz mehr steckt als nur das, was er bisher geliefert hat: jede Menge heiße Luft.
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