Bisher größte russische Offensive im Donbas
Bisher größte russische Offensive im Donbas
Datum: 13.10.2023 - 08:47 Uhr
Selbst dem letzten militärischen Kleinfeld-Strategen dürfte in der Zwischenzeit klar geworden sein, dass Selenskijs vollmundig angekündigte Großoffensive ein Rohrkrepierer allererster Kategorie geworden ist. Die von ihm geforderten und vom Wertewesten üppig zur Verfügung gestellten Wunderwaffen brachten ihm und seiner Truppe nichts. Die Munition geht - mal wieder - aus und nun fehlen ihm auch noch die Soldaten. Die »rollenden Rekrutierungsbüros«, die durchs Land streifen und 16- und 17-jährige Bengels sowie Männer jenseits der 60 in den Waffenrock zwingen, machen auch kaum noch Beute.
Die russische Armee hingegen hat ihre Stellungen ausgebaut, befestigt und nahezu alle Angriffe relativ leicht abgewehrt. Lediglich unweit der Stadt Tokmak in der Region Saporischschja gelang es den Selenskij-Soldaten vier Dörfer mit insgesamt etwa 2.000 Einwohnern zumindest vorübergehend zu besetzen. Allerdings sind in den vergangenen 24 Stunden auch hier russische Einheiten vorgerückt.
Die Region Saporischschja ist entlang der Hauptkampflinie jedoch von lediglich untergeordneter Bedeutung. Die entscheidenden Gefechte finden weiter im Norden in der Region Donezk statt. Dort rücken russische Bodentruppen im großen Umfang sowohl südwestlich wie auch nordwestlich der Stadt Donezk gegen die Selenskij-Soldaten vor. Die hatten bei ihrer Invasion im Frühsommer 2014 etwa zwei Drittel der Republik Donezk besetzt, mussten seitdem aber einen Großteil der okkupierten Territorien räumen.
Vor allem entlang der wichtigen Straßen- und Eisenbahnverbindungen sind russische Bodentruppen vorgerückt. Avdiivka ist von der Versorgung aus dem westlichen Hinterland abgeschnitten, Marjinka ist nahezu komplett durchquert und der Druck auf Permovaisk nimmt massiv zu.
Nach wie vor setzt die russische Armee in erster Linie Infantrie, Feldartillerie und entsprechende Unterstützungsverbände ein. Die Panzerverbände stehen für einen Einsatz nach wie vor in den Bereitstellungsräumen parat und werden dort wohl auch bis auf Weiteres verbleiben.
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