Binden-Streit wichtiger als auf'm Platz

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Binden-Streit wichtiger als auf'm Platz
Datum: 22.11.2022 - 12:17 Uhr

Beim Binden-Streit in Katar geht es darum, in welchen Farben und mit welchen Symbolen die Armbinde des Kapitäns einer jeden Auswahl gekennzeichnet sein darf. Beim Fußball ist es so, dass jede Mannschaft einen solchen Kapitän haben muss, der entsprechend eindeutig erkennbar ist. Dies geschieht in der Regel durch eine farblich vom Trikot abweichende Binde, die in der Regel am linken Oberarm angebracht ist. Bei früheren wirklichen Fußballweltmeisterschaften, als auch Deutschland noch eine wirkliche Nationalmannschaft zu diesen Wettbewerben entsendete, trug der Mannschaftskapitän entweder eine einfache Armbinde mit einem entsprechenden Schriftzug (»Spielführer« oder »Kapitän«), später war es dann Usus, dass der Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft eine Armbinde in den Nationalfarben schwarz-rot-gold trug. Klar, unmissverständlich, akzeptiert.

Seitdem aber Deutschland keine Nationalmannschaft mehr zu Fußballgroßveranstaltungen entsendet, sondern bestenfalls eine DFB-Auswahl, ist auch die Zeit der schwarz-rot-goldenen Armbinde vorbei. Regenbogenfarben muss sie nach Vorgaben der Entscheidungsträger sein. Das Gutmenschentum soll den Menschen ideologisch unter die Nase respektive in die Augen gerieben werden.

Blöd für den DFB, seine millionenschweren balltretenden »Aktivisten« und den dahinter stehenden Verantwortlichen, dass die Scheichs in Katar und die korrupte MaFifa von Infantino da aber nicht mitspielen wollen. Die verbieten nämlich alles, was ihrer Ansicht nach Propaganda für die LGBTUSW-Community darstellt. Dazu gehören auch die Regenbogen-Binden. Wer mit derlei Farben aufgegriffen wird, der wird gesperrt, haben das MaFifa-Organisationskommitee und die Veranstalter jetzt unmissverständlich klar gemacht.

Die »heldenhaften« DFB-Balltreter rund um Kapitän Neuer und Konsorten knicken jetzt vor den Scheichs pflichteifrigst ein und motten die Regenbogenfarben während der Veranstaltung ein. Sobald sie dann aber wieder daheim sind, werden sie ihre LGBTUSW-Propaganda sicherlich wieder fortsetzen und sich mit breiter Brust für mehr queeres Denken und Homo-Rechte einetzen. Nur bei den Scheichs, da kneifen sie. Da geht ihnen der Stift. Gut, dass die Hosen schwarz sind; da sieht man die »Bremsstreifen« nicht sogleich.

Ach ja, gespielt wird in Katar auch schon. Aber das interessiert kaum jemanden.

Sven von Storch

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