Biden-Administration lehnt Waffenruhe in Nahost ab
Biden-Administration lehnt Waffenruhe in Nahost ab
Datum: 25.10.2023 - 11:51 Uhr
Die Zahl der gemeldeten Toten auf allen beteiligten Seiten im aktuellen Nahost-Konflikt steigt täglich und dramatisch. Israel hat rund 1.200 Tote zu beklagen, wovon einige bei der Terrorattacke der Hamas nach Angaben israelischer Sicherheitsbehörden dermaßen entstellt wurden, dass sie bisher nicht identifiziert werden konnten. Im Südlibanon sind nach unbestätigten Angaben knapp 100 Hisbolla-Terroristen getötet wurden, im Westjordanland sollen - ebenfalls unbestätigten Angaben zu folge - rund 90 militante Palästinenser ihr Leben verloren haben. Große Verluste an Menschenleben gibt es im Gaza-Streifen. Die genau Zahl ist nicht bekannt, die Hamas veröffentlicht jeden Tag neue horrende Zahlen; wohlweislich, um diese angegebenen Zahlen zu Propagandazwecken nutzen zu wollen.
Auf einige Staatsoberhäupter oder Institutionen bleiben diese Zahlen nicht ohne Wirkung. Königin Rania von Jordanien hat an die sogenannte internationale Gemeinschaft appelliert, sich während der anhaltenden humanitären Katastrophe für einen sofortigen Waffenstillstand einzusetzen. Auch die UN scheint in dieser Hinsicht bereits weich zu werden.
Doch die Biden-Administration hält aktuell einen Waffenstillstand nicht für angemessen. Und erhält in ihrer Haltung überraschenderweise Unterstützung vom sonst als gemäßigt bezeichneten liberalen nördlichen Nachbarn Kanada: »Ich erwarte nicht, dass eine Terrororganisation das Völkerrecht respektiert oder einen Waffenstillstand fordert«, sagt Kanadas Verteidigungsminister Bill Blair laut BBC News. »Ehrlich gesagt muss die Hamas als Bedrohung beseitigt werden, nicht nur für Israel, sondern für die Welt.«
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