Bewiesen_ Türkei sendet syrische Miliz nach Bergkarabach
Bewiesen_ Türkei sendet syrische Miliz nach Bergkarabach
Datum: 20.10.2020 - 12:41 Uhr
Ein Konvoy hat vor wenigen Tagen das türkisch-syrische Grenzgebiet erreicht. Mit an Bord waren die Leichname von 52 syrischen Milizionären. Sie starben in den Kämpfen in der Region Bergkarabach, fast 1.000 Kilometer von ihrer Heimat entfernt. Dort sollten sie die islamische Invasionsarmee Aserbaidschans unterstützen, um die christlichen Verteidiger der arzachischen und armenischen Armeen zu vernichten und zu vertreiben. Die Milizionäre gingen nicht aus eigenem Antrieb, sondern wurden von der Türkei für diesen Einsatz angeworben. Das sagen die Angehörigen der Gefallen in einem Bericht, der von der Washington Post veröffentlicht wurde.
Bisher hatte das Erdogan-Regime in Ankara jegliche Beteiligung an der Invasion abgestritten. Auch von der Rekrutierung der syrischen Milizionäre wollte man angeblich nichts wissen. Doch die Aussagen der Angehörigen belegen eindeutig, dass man es in Ankara mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Mahmoud Najjar war einer von mehreren hundert solcher syrischer Milizionäre, der sich von der türkischen Regierung für den Einsatz in Bergkarabach anwerben ließ. Dafür sei ihnen von der Türkei ein für syrische Verhältnisse fürstliches monatliches Salär in Höhe von 2.000 US-Dollar versprochen worden.
Mahmoud Najjar ist an diesem Tag in seine Heimat zurückgekehrt, markiert als Toter Nummer 12 auf dem LKW, gefallen durch den Präzisionsschuss eines arzachischen Scharfschützen. Seine Angehörigen erheben nun schwere Vorwürfe in Richtung Türkei. Wenn Erdogan sich an jenem Krieg beteiligen wolle, so solle er seine eigenen Soldaten schicken und nicht schlecht vorbereitete, ausgebildete und mangelahft ausgerüstete syrische Milizionäre. Doch der weist erneut alle Vorwürfe von sich.
Auch der Neffe von Mahmoud Najjar fiel am selben Tag in Bergkarabach.
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