Beste Freunde sollen Schulkindern verboten werden
Beste Freunde sollen Schulkindern verboten werden
Datum: 16.02.2018 - 10:21 Uhr
Zu der ganz natürlichen Entwicklung von Schulkindern gehört es dazu, dass sich im Laufe der Jahre tiefere Beziehungen mit dem einen oder anderen Schulkind entwickeln. Daraus entstehen Freundschaften, manchmal auch tiefere Freundschaften. Da ist es ganz natürlich, dass man sich untereinander als beste Freunde bezeichnet. Doch an Schulen in Großbritannien wurde dieser Begriff verboten. Britische Schulkinder dürfen laut einem Bericht der »Brigitte« keine besten Freunde haben; genauer gesagt, haben dürfen sie die schon, sie dürfen sie aber nicht als solche bezeichnen.
Dieser Unfug findet auf dem Kontinent in der Zwischenzeit zahlreiche Nachahmer und ist sogar bis in die USA geschwappt. Die US-Pädagogin Barbara Greenberg nennt das Ganze ein »sehr faszinierendes soziales Experiment«, welches Freundschaften nicht verhindere, sondern tatsächlich fördere.
Mit dem Verbot, sich sozusagen offiziell einen besten Freund zu suchen, gehen auch Vorgaben für die Ausgestaltung der eigenen Geburtstagsfeier einher. Entweder, das Geburtstagskind lädt zu seiner Feier geschlossen den ganzen Klassenverband ein - oder aber niemanden aus der Schulklasse. Auf diesem Weg soll angeblich die Ausgrenzung einzelner Klassenkameraden ausgeschlossen werden. Alle Kinder sollen gleichgestellt werden, keines von ihnen solle sich bevorzugt oder benachteiligt werden.
Noch hat dieser Trend Deutschland nicht erreicht. Zumindest liegen bis dato keine entsprechenden Verlautbarungen von deutschen Schulen vor. Doch die Betonung dürfte wohl auf dem Wörtchen »noch« liegen.
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