Berlins Polizeichefin warnt Juden und Homosexuelle vor Araber-Vierteln
Berlins Polizeichefin warnt Juden und Homosexuelle vor Araber-Vierteln
Datum: 21.11.2024 - 10:14 Uhr
Im Interview mit der Berliner Zeitung weist die Berliner Polizeichefin Barbara Slowik auf eine zunehmende Bedrohung dieser Gruppen in bestimmten Gebieten - mit hohem arabischen Bevölkerungsanteil! - hin und spricht über Bereiche, in denen terroristische Sympathien offen geäußert werden. Wörtlich: »Leider gibt es bestimmte Gebiete, in denen die Mehrheit der Einwohner arabischer Abstammung ist und in denen offener Antisemitismus geäußert wird.«
Und weiter: »Menschen, die Kippa tragen oder ihre sexuelle Orientierung offen zeigen, würde ich dazu raten, in diesen Bereichen besonders vorsichtig zu sein«, sagt die Polizeichefin und spricht damit offen aus, was im Grunde genommen ein Tabu in Berlin ist. Die Zahl der antisemitischen und judenfeindlichen An- und Übergriffe hat in den vergangenen knapp zehn Jahren dramatisch zugenommen; um genau zu sein: seit September 2015.
Demonstrationen gegen Israel und Juden sind in Berlin an der Tagesordnung, was laut Barbara Slowik zu einer unüberschaubaren Situation für die Polizei geführt hat. Seit dem Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 hat die Berliner Polizei über 6.200 Ermittlungsverfahren wegen antisemitischer Straftaten, darunter Hasspropaganda, Vandalismus und Gewaltverbrechen, eingeleitet. 1.300 dieser Ermittlungen betreffen Gewaltverbrechen, darunter Angriffe auf Polizisten bei Protesten.
Gleichzeitig steht die Berliner Polizei vor großen finanziellen Problemen. Barbara Slowik weist auf Haushaltsdefizite hin, die sich sowohl auf Ressourcen als auch auf die Infrastruktur auswirken. Unter anderem fehlen 50 Millionen Euro für die Modernisierung des Fuhrparks, und 40 Prozent der Polizeiautos sind oft außer Betrieb.
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