Berliner R²G-Koalition in der Krise

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Berliner R²G-Koalition in der Krise
Datum: 17.01.2017 - 08:47 Uhr

In einer Erklärung nach seinem Rücktritt tritt der wegen seiner verleugneten Stasi-Vergangenheit in die Kritik geratene nun ehemalige Staatssekretär Andrej Holm in Richtung SPD und Grüne kräftig nach und versucht sich nun, zum Märtyrer zu stilisieren. In einem Bericht der »Welt« wird Holm unter anderem wie folgt zitiert: »In den letzten Tagen haben mir SPD und Grüne deutlich gemacht, dass sie mich als Staatssekretär politisch nicht unterstützen.«

In Richtung Regierenden Bürgermeister Müller von der SPD gab Holm noch einen weiteren Seitenhieb ab. Dieser habe mit der öffentliche Forderung nach seiner Entlassung eine »mögliche Zusammenarbeit in einer Koalition aufgekündigt«, heißt es in dem Bericht. Nun befände sich diese Koalition in einer Krise, so Holm weiter. Er werde der »zerstrittenen SPD nicht den Gefallen tun, sie auf meinem Rücken zerplatzen zu lassen.«

Ausschlaggebend für die Diskussion waren die lückenhaften bis teilweise falschen Angaben im Lebenslauf Holms zu seiner Stasi-Vergangenheit. Dieser entsprach in Teilen eher einem Fantasieprodukt, als das er sich an der Wahrheit orientierte. Nach Evrim Sommer, die bei der Wahl zum Bürgermeister im Berliner Bezirk Lichtenberg wegen offenkundiger Parallelwahrheiten im Lebenslauf grandios gescheitert war, ist Holm der zweite Politiker der Linken, bei dem erhebliche Diskrepanzen zwischen der Realität und den im Lebenslauf gemachten Angaben auffällig geworden sind.

Sven von Storch

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