Berliner Polizei wird vom R²G-Senat wieder im Regen stehen gelassen
Berliner Polizei wird vom R²G-Senat wieder im Regen stehen gelassen
Datum: 07.07.2017 - 09:28 Uhr
Ja, es stimmt schon, dass man sich in Deutschland nach wie vor seinen Beruf größtenteils selbst aussuchen kann und daher natürlich selbst daran schuld ist, wenn sich dieser deutlich anders darstellt, als man es erwartet hat. Krankenschwestern müssen für relativ kleines Geld rund um die Uhr arbeiten, haben in der Regel schlechte Arbeitsbedingungen, sind in ihren Schichten unterbesetzt und müssen Überstunden schruppen. Dennoch gibt es noch immer (zum Glück) sehr viele Frauen und in der Zwischenzeit auch vermehrt Männer, die sich für einen Beruf in der Krankenpflege engagieren.
Ähnliches gilt für die jungen Frauen und Männer, die sich trotz aller Widrigkeiten auch heute noch für den Polizeidienst entscheiden. Allerdings geht diese Zahl deutlich zurück und auch das Niveau der Interessenten lässt erheblich nach. In Berlin verwundert das nicht. Der Senat hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er die Polizisten des Landes permanent im Regen stehen lässt. Im Vergleich der 16 Länderpolizeien und der Bundespolizei werden die Berliner Polizisten am schlechtesten entlohnt. Brandenburger Polizisten erhalten rund 300 Euro pro Monat mehr, Bundespolizisten sogar bis zu 500 Euro in der gleichen Besoldungsstufe. Und müssen sich auch nicht in einen Dienstwagen Marke Opel Corsa, Baujahr 1999, zwängen.
Aktuell zeigt der R²G-Senat wieder einmal seine »Wertschätzung« für die Landespolizisten auf ganz besonders eindrucksvolle Weise. Die längst fälligen Schutzwesten, heutzutage ein MUSS für jeden Polizisten, werden erst 2018 geliefert. Vom Kauf der neuen Maschinenpistolen ist man gleich ganz abgerückt. Und von den Entschädigungszahlungen für die Berliner Polizisten, die zum G20-Gipfel nach Hamburg entsendet werden, sackt der Senat einen Teil selbst ein. Das ist Rot-Rot-Grüne Sorgfaltspflicht gegenüber seiner Landespolizei.
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