Berliner Polizei überprüft Einhaltung von Covid-Bestimmungen im Einkaufszentrum
Berliner Polizei überprüft Einhaltung von Covid-Bestimmungen im Einkaufszentrum
Datum: 30.09.2020 - 09:55 Uhr
Die Berliner Polizei sucht händeringend nach Nachwuchskräften. Derart händeringend, dass man sogar die Einstiegsvoraussetzungen so weit angepasst hat, dass den bisherigen Kriterien zufolge untaugliche Bewerber in einem speziellen Lehrgang zu tauglichen Bewerbern modifiziert werden sollen. Mit dem gegenwärtigen Personalstand können bestimmte Aufgaben gar nicht oder nur teilweise erledigt werden, heißt es aus den Reihen der Personalvertretungen der Polizisten. Die Ansammlung von Überstunden, ein hoher Krankenstand, vorzeitiger Ruhestand - das alles seine Folgen einer komplett verfehlten Personalpolitik des Senats.
Da macht es den normalen Bürger allerdings recht stutzig, wenn er solche Meldungen wie die der Berliner Polizei vom vergangenen Monat liest. Da war man nämlich mit »insgesamt rund 200 Kolleg. in einem Lichtenberger Einkaufszentrum im Einsatz.« Aber nicht etwa wegen einer Großdemonstration oder einer, wie man bei einer solchen Mannstärke leicht vermuten könnte, Terrorwarnung. Es war auch kein Großeinsatz gegen die um sich greifende Clan-Kriminalität in Berlin oder eine konzertierte Aktion gegen die Drogendealer, die sich überall in der Stadt breit machen. Nein, diese rund 200 Kollegen waren eingesetzt, um unter anderem »gemeinsam mit dem Bezirksamt Lichtenberg die Einhaltung der #COVID19-Bestimmungen« zu prüfen.
200 Vollzugspolizisten werden also eingesetzt, um eventuelle Verstöße gegen die Covid19-Bestimmungen zu überprüfen. Verstöße, die maximal eine Ordnungswidrigkeit darstellen. Das ist eine massive Verschwendung von Steuergeld, die der Berliner Innensenator zu verantworten hat.
Die Kommentare im Anhang zu diesem Tweet der Berliner Polizei sind entsprechend.
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