Berliner Innensenator Geisel mit ganz bösem Zynismus unterwegs
Berliner Innensenator Geisel mit ganz bösem Zynismus unterwegs
Datum: 01.09.2017 - 08:53 Uhr
Gestern fand eine Podiumsdiskussion des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) zum Thema Innere Sicherheit statt. Eingeladen als Referent war der Berliner Innensenator Andreas Geisel von der SPD. In seinen Ausführungen, die sich mit der erhöhten Terrorgefahr in Deutschland beschäftigten, griff Geisel verbal aber komplett daneben. Er versuchte, die zunehmende Gefährdung durch vor allem islamisch motivierter Terroristen hierzulande zu relativieren, klein zu reden, zu verharmlosen. Geisel verstieg sich in die steile Behauptung, die Gefahr von einem Blitzschlag getroffen zu werden, sei in Deutschland deutlich höher als die, Opfer eines Terroranschlags zu werden.
Einmal ganz davon abgesehen, dass Geisel hier vollkommenen Blödsinn erzählt (wissenschaftlich nachgewiesen starben im Vorjahr in Deutschland 25 Menschen an den Folgen eines Blitzschlags), fehlt ihm auch jedwedes Gespür und Feingefühl für die Opfer des mörderischen Anschlags am Breitscheidplatz. Gerade dieser islamische Terrorangriff hat nachhaltig unter Beweis gestellt, dass es in diesem Land zu nahezu jeder Zeit an nahezu jedem Ort zu solchen Attacken kommen kann.
Doch nicht nur diese großen, schockierenden Ereignisse sind Indikatoren für die zunehmende Terrorgefahr. Dazu gehören auch die weniger medienwirksamen Übergriffe, die ungezählten Messerattacken, das Herunterschubsen oder -treten von U-Bahn-Treppen, die Massenschlägereien, die Vergewaltigungen und und und.
Geisel setzt den importierten Terror einem Naturereignis gleich. Das ist Zynismus pur. Eine solche Relativierung ist dem Amt eines Innensenators unwürdig.
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