Berliner Gesundheitsamt ermittelt gegen Lauterbach
Berliner Gesundheitsamt ermittelt gegen Lauterbach
Datum: 16.09.2022 - 11:51 Uhr
Anfang August war Lauterbach eigenen Angaben zufolge an Covid-19 erkrankt. Statt der Isolationsppflicht vollständig nachzukommen, beendete das »Ein-Mann-Panik-Orchester« (Zitat eines deutschen Comedians) eigenständig und offensichtlich ohne Rücksprache mit einem Arzt seine Quarantäne. Dieses Solo, das sämtlichen von ihm selbst propagierten und verhängten Zwangsmaßnahmem zuwider läuft, fällt ihm jetzt auf die Füße. Das Gesundheitsamt Berlin-Mitte hat Ermittlungen gegen Lauterbach wegen des Verdachts auf Verstoßes gegen die Corona-Isolationspflicht eingeleitet. Bereits mehrfach hat die Behörde Berichten zufolge eine Stellungnahme von Lauterbach eingefordert. Der aber mauert und verweigert eine Antwort. Stattdessen springt sein Sprecher für ihn ein und behauptet, Lauterbach habe angeblich »alle Regeln zur Isolation eingehalten.«
Lauterbachs Problem und das seines Sprechers sind die von Lauterbach selbst medienwirksam präsentierten Tests. Am 4. August habe er sich nach einem positiven Test in Quarantäne begeben. Am 9. August zeigte er einen zwar immer »schwächer werdenden«, aber noch immer positiven Test. Drei weitere Tests seien negativ ausgefallen, also nahm Lauterbach am 10. August an einer Kabinettssitzung teil. So weit, so schlecht für den Herrn Panikminister.
Denn nach der selbst von ihm ausgeklüngelten und verhängten Zwangsvorschrift hätten zwischen dem negativen Test und der Beendigung der Isolation 48(!) Stunden liegen müssen. Darüber hinaus ist der Schnelltest unter fachkundiger Aufsicht durchzuführen. Dass Recht, sich selbst »frei-testen« zu können, steht weder Ärzten noch einem Minister zu.
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