Berliner Ampel überlässt Selenskij Patriot Flugabwehrsystem

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Berliner Ampel überlässt Selenskij Patriot Flugabwehrsystem
Datum: 20.04.2023 - 09:32 Uhr

Ohne die in deutschen Kriegs- und Rüstungsschmieden hergestellten Waffen und Munition wäre für Selenskij im Donbas schon längst die Messe gelesen worden. Dessen Truppen halten sich doch nur noch mit dem ganzen Kriegsgerät »Made in Germany« über Wasser. Die Berliner Ampel sorgt immer weiter für Nachschub, der nicht versiegen wird. Entweder direkt mit Kriegsgerät oder mit jeder Menge Geld, das man aus dem deutschen Steuerzahler ausgepresst hat.

Ganz neu ist diese Waffenbrüderschaft zwischen Deutschland und der Ukraine nicht, genau so wenig wie es ein Krieg zwischen der Ukraine und Russland ist. Im Frieden von Brest-Litowsk (März 1918) erkannte die neu geründete Sowjetunion die Ukraine als eigenständigen Staat an, besetzte aber bereits ein Jahr später im Zuge des Polnisch-Sowjetischen Kriegs (1919 bis 1921) große Teile der Ukraine. Sowjetrussen und Sowjetukrainer auf der einen Seite standen Polen, Nationalukrainern und Letten auf der anderen Seite gegenüber. Deutsche Waffenhilfe für die Ukraine gab es damals nicht, deshalb war die Ukraine auch ein Verlierer in diesem Krieg und musste eine komplette Zerstückelung über sich ergehen lassen: sie verschwand komplett von der Landkarte.

1941 marschierte die deutsche Wehrmacht im Rahmen des Ostfeldzugs in die Ukraine ein und etablierte dort das »Reichskommissariat Ukraine«. Der Großteil der ukrainischen Bevölkerung unterstütze die Wehrmachtstruppen und sah sie als Befreier vom Stalinismus und dem Holodomor (Hungertod) an. Als der Aufruf an die Ukraine erging, eigene Freiwilligenverbände für den Kampf gegen Stalins Rote Armee aufzustellen, meldeten sich im Jahr 1943 über 84.000(!) ukrainische Männer. Das war mit Abstand die größte Zahl ausländischer Freiwilliger. Es wurde sogar eine eigene Division der Waffen-SS, die 14. Waffen-Grenadier-Division, auch als galizische SS-Division Nummer 1 bekannt. Die Soldaten waren mehrheitlich der politischen Linie von Andrij Melnyk(!) zugehörig. Die ukrainischen Verbände erhielten Waffen, Munition und Kriegsgerät aus deutscher Produktion und blieben bis zum Ende des Krieges im Einsatz. Die letzten Soldaten der Einheit ergaben sich nach der Verkündung der Kapitulation am 8. Mai 1945 in der Steiermark den dort heranrückenden britischen Truppen.

Die deutsch-ukrainische Waffenbrüderschaft feiert bald ihren 80. Geburtstag; ein nachdenkenswerstes Jubiläum....

Sven von Storch

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