Berlin mit Sonderweg im Kampf gegen Drogen
Berlin mit Sonderweg im Kampf gegen Drogen
Datum: 09.05.2019 - 10:17 Uhr
Der Görlitzer Park, kurz »Görli«, in Berlin ist der Hauptumschlagplatz für leichte bis mittlere Drogen. Betrieben wird der illegale Handel überwiegend von illegalen Einwanderern aus Afrika. Um dem ganzen nun ein wenig Anschein der Legalität oder Struktur zu geben, hat Parkmanager Cengiz Demirci einige Flächen im Park rosa markiert. Dort sollen seinem Willen nach die Drogendealer ihre Ware feilbieten und verkaufen dürfen. Auf allen anderen Parkflächen soll das ohnehin rechtwidrige Treiben untersagt sein.
Bei den Grünen in Kreuzberg kommt der Vorschlag gut an. Bezirksstadtrat Florian Schmidt von den Grünen hat den Kampf gegen die illegalen Drogen ohnehin schon aufgegeben. Seiner Meinung nach »müsse man mit den Realitäten vor Ort umgehen«; der Drogenverkauf lasse sich nur verschieben. Vertriebe man die illegalen Schwarzafrikaner und ihre Ware aus dem Park, würden die sich woanders niederlassen.
Allerdings bremst ihn derzeit seine eigenen Bezirksbürgermeisterin Herrmann (auch Grüne). Der Vorschlag des Parkmanagers, so Herrmann, spiegele in keiner Weise die Pläne des Bezirks wider. Nun werde man zwischen Parkrat und dem Bezirksamt diskutieren. Allerdings sind die Flächen bereits markiert, die Drogendealer wissen also ganz genau, wo sie sich aufstellen dürfen, um von den Parkhütern nicht gestört zu werden.
Dass es in den Reihen der Grünen dein einen oder anderen Vertreter gibt, der weniger oder gar keine Probleme mit der Drogenkriminalität hat, ist spätestens seit Volker Beck und seinen »Deals« im Frühjahr 2016 bekannt. Auch Özdemir hatte in einem Interview äußerst telegen eine Cannabis-Pflanze ins Bild gerückt. Da ist es wenig verwunderlich, dass die ersthafte Bekämpfung der Drogenkriminalität bei den Grünen nicht unbedingt oberste Priorität hat.
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