Berichterstattung unterstützt repressive Maßnahmen der Regierung

Veröffentlicht:

Berichterstattung unterstützt repressive Maßnahmen der Regierung
Datum: 19.11.2020 - 09:26 Uhr

Mehrere zehntausend Menschen versammelten sich gestern in Berlin rund um das Brandenburger Tor, um gegen das Dritte Bevölkerungsschutzgesetz und für die im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland garantierten Grundrechte zu demonstrieren. Die Merkel-Regierung ließ unter der Verantwortung des Berliner Innensenators Andreas Geisel (SPD) ein riesiges Polizeiaufgebot aufstellen, um den Freiheits-Demonstranten  ihr Grundrecht auf Versammlungsfreiheit zu beschneiden. Gegen die Demonstranten wurde unter massivem Einsatz von körperlicher Gewalt, ergänzt durch den Dauereinsatz von mehreren riesigen Wasserwerfen, vorgegangen.

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen berichtete von den Ereignissen. Allerdings in einer Art und Weise und in einem Tonfall, der sonst nur aus totalitären Regimen wie der Volksrepublik China oder Weißrussland bekannt ist. Die Faktenlage wurde zu verdrehen versucht, aus friedlichen, die sich für Grundrechte und die Freiheit einsetzenden Demonstranten wollten die Reporter zu einer Art Staatsfeinden umdeklarieren.

Ganz »besonders« tat sich bei der ARD ein selbsternannter Extremismusexperte aus Berlin hervor, der die Tatsachen in Anlehnung an einen Karl-Eduard von Schnitzler umzudeuten versuchte. Er erzählte in seinem Bericht irgendetwas von angeblich vor Ort befindlichen Kindern. Vor allem aber versuchte er, Ursache und Wirkung zu vertauschen. Denn, so jener »Experte« behauptet, die Demonstration sei aufgelöst worden, weil die Demonstranten den Abstand nicht einhalten würden. Fakt ist aber, dass die Polizei zuvor derart massiv auf die Menschen eingewirkt und sie zusammengetrieben hat, sodass Abstände nicht mehr eingehalten werden konnten.

Zum offensichtlich großen Bedauern des »Experten« gebe es zu viele Kinder in den Reihen der Freiheits-Demonstranten. Sie seien »das Problem, das dafür sorgt, dass die Polizei nicht so hart, konsequent hier gegen die Demonstrierenden vorgehen kann, wie sie das eigentlich möchte.« Das spricht der »Experte« Olaf Sundermeyer vom RBB mit einem derart betroffenen Gesicht in die Kamera, dass es ihm persönlich leid zu tun scheint, dass die Polizei die Freiheits-Demonstranten nicht komplett niederknüppeln kann. Ähnlich berichten sonst nur Medien in totalitären Regimen wie der Volksrepublik China oder Weißrussland über regierungskritische Demonstrationen.

Ganz besonders blöd für jenen selbsternannten Experten ist, dass, während er seine Tirade über die ihm offenbar verhassten Freiheits-Demonstranten ablässt, ein der massiven Polizeigewalt zu Opfer gefallener Demonstrant blutend hinter ihm durchs Bild geführt wird.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.