Beim DLF gehört das Familien-Bashing zum Geschäftsmodell
Beim DLF gehört das Familien-Bashing zum Geschäftsmodell
Datum: 22.08.2019 - 11:34 Uhr
Wer regelmäßig den Deutschlandfunk hört oder DLF-Nachrichten online liest, wird das Gegenteil feststellen. Mit seinen quartalsweise erscheinenden Jubelbeiträgen zur Ehe für alle und ihr verwandte Themen aus dem Diversity-Topf versteht sich der öffentlich finanzierte Sender quasi als mediale Speerspitze der Regenbogen-Kultur.
»Es ist Zeit für die „Familie für alle“« forderte zuletzt der (unverheiratete) Philosoph Philipp Hübl unter dem Stichwort Leihmutter- und Mehrelternschaft. Natürlich folgt als erstes die intellektuell dürftige Suggestion, daß Familie zeitgemäß zu sein hat wie ein Paar Designerschuhe. Als ob die Institution Familie wie alles andere heutzutage zum Verkauf steht – und wenn sie dem Zeitgeschmack nicht mehr genügt, dann wird der Händler – oh weh! – die unmoderne Familie nicht los. Den Verteidigern der normalen heterosexuellen Familie unterstellt Hübl, damit eine »Idee von Reinheit« zu pflegen, womit der Konservative natürlich in dubiose, weil – quod demonstrandum est – unzeitgemäße moralische Fahrwasser gerät. Das Reinheitsgebot, mit dem der Konservative Familien mißt, ließe ihn dann nämlich auch Homosexualität, künstliche Befruchtung und sogar Sterbehilfe ablehnend gegenüberstehen. Weil das kalkulierte Schleifen ethischer Grundsätzlichkeiten aber für Hübl ein Gebot des Fortschritts ist und damit per se positiv besetzt, muss sich der Konservative mit seiner »diffuse[n] Vorstellung von Schöpfung« und seinem »Abscheu vor dem Unbekannten« (alles unmodern und unzeitgemäß) im Unrecht befinden.
Einen Schritt weiter geht die dem Leser als Journalistin vorgestellte Antje Schrupp, die sich hauptsächlich als feministische Autorin und Bloggerin versteht. Sie sieht mit der Ehe für alle ein Ende gleich für alle konventionellen Beziehungen ohne Trauschein gekommen. Warum öffnen wir die Ehe nicht tatsächlich für alle?, fragt Schrupp in ihrem DLF-Beitrag und schiebt flugs hinterher, welche Konstellationen sie sich darunter vorstellt: sogenannte »Verantwortungsgemeinschaften«, zeitlich begrenzte Partnerschaften, Menschen eben, die einfach mal so eine Weile zusammenleben wollen. Das können polyamore Beziehungen sein, die sich zur Vielehe zusammenschließen. Das könnte auch schlichtweg eine WG im Altersheim sein; man übernimmt ja Verantwortung füreinander. Laut Frau Schrupp gehören auch Geschwister zu Verantwortungspartnerschaften. Man muss da einfach von alten Denkstrukturen wegkommen und den traditionellen Ehebegriff flexibler und dynamischer gestalten. Halt eben modern und zeitgemäß. Ironie off.
In die gleiche Kerbe wie Schrupp und Hübl ritzt auch die Berliner Sozialwissenschaftlerin Kirsten Achtelik, die unter anderem mit ihrer Expertise zur (natürlich rückständigen) Lebensschutz-Bewegung wirbt. Frau Achtelik identifiziert die heterosexuelle Kleinfamilie als gesellschaftlichen Störenfried, der »alle Beteiligten total überlastet«, weshalb es besser ist, das überkommene Modell aus Vater, Mutter, Kind gleich per Gesetz aus dem Weg zu räumen. Vielen Dank für Ihre Offenheit, Frau Achtelik.
Ein Gastbeitrag der Initiative Familien-Schutz
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