Begleitende Berichterstattung zur Landtagswahl Thüringen

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Begleitende Berichterstattung zur Landtagswahl Thüringen
Datum: 01.09.2024 - 11:01 Uhr

Die bei dem GEZ-Sendern veröffentlichten Prognosen bestätigen die Trends und Entwicklungen der vergangenen Wochen. Die AfD geht mit dem größten Zweitstimmenanteil aus dieser Wahl, die CDU folgt mit deutlichem Abstand. Die Wagenknechte überholen ihre »Mutterpartei«, die SPD verkümmert zu einer Kleinpartei, die Öko-Sozialisten und die Liberallalas sind »raus«. Es ist ohne Zweifel ein Erfolg für die AfD, aber es ist noch zu früh, die Korken knallen zu lassen. Denn: die 44 Direktmandate sind noch nicht ausgewertet. Und das dürfte bei dieser Wahl entscheidend sein.

AfD 33,4 Prozent
CDU 23,8 Prozent
BSW 15,5 Prozent
SED 11,9 Prozent
SPD 6,0 Prozent
GRN 3,4 Prozent

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15 Parteien treten in Thüringen mit einer Landesliste an, stimmberechtigt sind alle, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, mindestens 18 Jahre alt sind, ihren Wohnsitz seit mindestens drei Monaten in Thüringen haben und ihr Wahlrecht nicht durch einen Richterspruch verloren haben.

In den Umfragen (ausschließlich zur Verteilung der Zweitstimmen) liegt die AfD mit deutlichem Vorsprung vorne. Sie könnte die 30-Prozent-Hürde knacken. Ihr folgt mit klarem Abstand die CDU, der etwa 23 Prozentpunkte gegeben werden. Die Wagenknechte kommen in den Umfragen auf etwa 18 Prozentpunkte, die mehrfach umbenannte SED von dem aus Nordhessen stammenden noch amtieren Ministerpräsidenten Ramelow auf nur noch 13 Prozentpunkte.

Für die Spezialdemokraten wird es mit etwa 7 Prozentpunkten ein bitterer Wahltag, noch länger werden die Gesichter sowohl bei den Öko-Sozialisten wie auch bei den Ligberallalas sein: sie scheitern beide an der parlamentarischen Fünf-Prozent-Hürde.

Klar ist damit, dass die gegenwärtige sozialistische Landesregierung beendet sein wird. Ob der Vorsprung der AfD beim Zweitstimmenanteil ausreichend sein wird, um als stärkste Fraktion in den neuen Landtag einzuziehen, wird in Thüringen in den Wahlkreisen entschieden. Wie sich diese 44 Direktmandate verteilen, wird genau darüber den Ausschlag geben.

Sven von Storch

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