Beatrix von Storch_ In den USA gibt es keine Brandmauer zur AfD!

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Beatrix von Storch_ In den USA gibt es keine Brandmauer zur AfD!
Datum: 22.09.2025 - 10:55 Uhr

[Interview mit Beatrix von Storch auf YouTube HIER!]

[Die ganze Sendung HIER]

Am 22. September 2025 fanden inoffizielle Gespräche zwischen der AfD-Bundestagsabgeordneten Beatrix von Storch und Vertretern der Trump-Administration im Weißen Haus statt. 

Es gab Gespräche mit Vertretern des Weißen Hauses, mit Vertretern des State Departments und Vertretern des Security Councils sowie mit Vertretern des Vize-Präsidenten. Zudem gab es Gesprächsbesuche im State Department und im Kongress, wo sie mit den Abgeordneten Chris Smith, der der dienstälteste Abgeordnete im Repräsentantenhaus ist, und den Abgeordneten Jim Jordan.

Beatrix von Storch war auf ihre Reise nach Washington von Joachim Paul begleitet, der von der Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen ausgeschlossen wurde. Dieser Skandal war auch in Washington wahrgenommen worden.

Beatrix von Storch betonte, dass es schon seit längerer Zeit Kontakte in die USA gebe. Die Trump-Administration interessiere sich aktuell für zwei Dinge besonders: Sie beobachten mit Sorge die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Deutschland und die ideologische Zensur, die nicht nur Deutsche betreffe, sondern auch US-Amerikaner in Deutschland.

Zum anderen sind die Amerikaner schockiert, dass AfD-Politiker zum Teil nicht zu Wahlen zugelassen werden, wie es bei Joachim Paul in Ludwigshafen der Fall ist, obwohl die AfD eine zugelassene Partei ist und es keine formellen Gründe für dieses Verbot gibt. Das irritiert die Amerikaner zutiefst.

Die Brandmauer zur AfD existiert in den USA nicht

Die Wahrnehmung der AfD in den USA wurde als positiv beschrieben, da die Partei als potenzieller Partner in der zukünftigen deutschen Politik angesehen wird. Die Trump-Administration und die amerikanische Regierung behandeln die AfD als ebenbürtigen Gesprächspartner. Man geht davon aus, dass die AfD früher oder später in Deutschland in der Regierungsverantwortung stehen wird. 

Der Trump-Administration ist bewusst, dass die AfD die Partei ist, die am ehesten mit der Regierungspolitik der USA kompatibel ist. Dazu gehören das Eintreten für Nationalstaaten, für Souveränität, gegen unkontrollierte Migration, gegen die Islamisierung, gegen die Woke-Politik — all das sind gemeinsame Nenner.

Amerikaner teilen mit AfD die Werte des christlichen Abendlandes

Auch die Überzeugung, dass wir das christliche Abendland sind und es auch bleiben wollen, trift bei den Amerikanern auf große Zustimmung.

Ein besonders bitterer Punkt war die Reaktion deutscher Medien auf den Tod von Charlie Kirk, dem Gründer von »Turning Point« USA. In den USA wurde Kirk als Held der konservativen Bewegung betrauert, doch in Deutschland herrschte peinliche Stille. Von Storch berichtete von der Fassungslosigkeit in Washington, als sie von der Zurückhaltung deutscher Politiker erzählte, öffentlich Beileid auszudrücken.

Hier ist das ganze Interview im Wortlaut: 

 

Stefan Millius: Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, ist nach Washington gereist. Begleitet wurde sie von Joachim Paul, dem AfD-Politiker, der in Ludwigshafen nicht als Oberbürgermeisterkandidat zugelassen wurde. Geplant waren Gespräche mit verschiedenen Vertretern der US-Politik. Strategische Gespräche seien das gewesen, heißt es von Seiten der kleinen Delegation. Politische Gegner bezeichnen das Ganze als PR-Aktion. Was steckt hinter dem Besuch, was kam raus, was bleibt übrig? Darüber sprechen wir jetzt mit Beatrix von Storch.

Guten Tag

Beatrix von Storch: Hallo, guten Tag, Herr Millius.

Stefan Millius: Frau von Storch, was war der konkrete Anlass Ihrer Reise in die USA und warum gerade jetzt?*

Beatrix von Storch: Naja, also, wir suchen ja schon die ganze Zeit Gespräche außenpolitischer Art zu führen. Wir haben jetzt sehr viele Gespräche mit Russland geführt, und es war jetzt an der Zeit, auch mit den Vereinigten Staaten zu reden. Das haben wir schon begonnen, und die Vereinigten Staaten haben ja mit uns auch schon gesprochen. Es gab ein Gespräch mit JD Vance. Aber ich glaube, jetzt müssen wir die Gespräche weiterführen und verbreitern, und das war, glaube ich, jetzt ein guter Moment. Außerdem interessieren die sich für zwei Dinge im Moment besonders: Die interessieren sich für die Einschränkung der Meinungsfreiheit und die Zensur, die ja insbesondere auch amerikanische Firmen betrifft. Und sie interessieren sich darüber hinaus auch sehr dafür, dass hier Kandidaten bei uns zu Wahlen nicht antreten dürfen, obwohl die Partei eine zugelassene Partei ist und obwohl die Kandidaten ordnungsgemäß aufgestellt und gemeldet worden sind, es keine formellen Gründe gibt und trotzdem einfach eine politische Entscheidung getroffen wird, dass der Kandidat nicht antreten darf. Das irritiert die zutiefst, und wir haben über beide Themen sehr viel gesprochen, und ich glaube, Aufklärungsarbeit geleistet. Es wird jetzt weitere Nachfragen geben. Wir werden noch weitere Informationen dahin schicken und die Gespräche sicher weiterführen. Es ist ja grundsätzlich schön, wenn sich die USA für Deutschland interessieren, wenn vielleicht auch nicht unbedingt in diesen Zusammenhängen.

Stefan Millius: Was haben Sie denn jetzt für ein Stimmungsbild gewonnen? Wie lässt sich die Wahrnehmung in den USA zur Situation in Deutschland zusammenfassen?

Beatrix von Storch: Als Allererstes kann man sagen, die Brandmauer existiert dort nicht. Man redet dort mit uns ganz normal. Erstens, weil es ganz normal ist, und zweitens, weil die natürlich wissen, dass wir irgendwann, eher früher als später, in der Regierungsverantwortung auch sein werden. Denen ist das völlig klar, und ich sage mal so, dass, ohne dass die sich in der Hinsicht einmischen, aber die wissen schon, dass die AfD die Partei ist, die in breiten Teilen mit der Regierungspolitik von Trump übereinstimmt. Nicht mit allen Dingen. Wir haben selbstverständlich unterschiedliche Interessen. Auch darüber haben wir gesprochen. Aber das Eintreten für souveräne Nationalstaaten, für Demokratien, gegen Migration, gegen die Islamisierung, gegen Woke – das ist etwas, das wir teilen. Auch die feste Überzeugung, dass wir christliches Abendland sind und das auch bleiben wollen. Und den festen Willen, dafür auch zu streiten oder auch zu kämpfen. Und das war sehr erfreulich zu sehen, dass das, was hier irgendwie noch komisch rüberkommt, dort völlig normal ist, dass man auch bekennt, ein Christ zu sein, beispielsweise. Das Thema ist jetzt besonders natürlich auf der Tagesordnung, weil die Charlie-Kirk-Ermordung eine große Rolle gespielt hat. Also, das heißt, die wissen, die haben mit der AfD Parteien, die die Werte teilen, die die teilen. Wir haben unterschiedliche Interessen im bestimmten Bereich, wenn es um Energie geht und Nord Stream. Alles klar, Tarife, also Zölle, ist etwas, da muss man drüber verhandeln. Im NATO-Beitrag 5%. Wir haben unterschiedliche Interessen, aber wir spielen trotzdem im gleichen Team. Und die wissen, dass wir das tun, und sie wissen, dass die CDU es eigentlich nicht mehr so richtig tut, und deswegen sprechen die mit uns, und sie sprechen gerne mit uns.

Stefan Millius: Wie es klingt, in den USA, wenn man über Deutschland spricht, das hängt natürlich stark davon ab, wen man fragt, mit wem man spricht. Mit wem genau haben Sie sich denn nun getroffen?

Beatrix von Storch: Zuvörderst natürlich und auch als Allererstes mit Vertretern im Weißen Haus. Dort waren anwesend auch Vertreter vom State Department, vom National Security Council und vom Office von JD Vance, also vom Vizepräsidenten. Danach haben wir noch separat Gespräche geführt im State Department, nur mit State-Department-Leuten, und wir waren im Kongress und haben dort zwei Abgeordnete getroffen, den Abgeordneten Chris Smith, der dienstälteste Abgeordnete ist im Repräsentantenhaus, und den Vorsitzenden des Rechtsausschusses, Jim Jordan, der Speaker of the House werden sollte, es dann aber nicht geworden ist, der besonders wichtig ist für Trump im Repräsentantenhaus. Wir waren nicht im Senat, sondern wir waren im Kongress. Auch die haben verstanden, dass wir deren Mannschaft sozusagen sind und dass wir in der gleichen Mannschaft spielen. Die haben interessiert gefragt, insbesondere zum Thema Meinungsfreiheit, DSA, Digitales-Dienste-Gesetz. Das war alles bei denen durchaus auf dem Radar. Die waren relativ gut informiert, aber es gibt trotzdem Fragen, die noch offen waren, und die haben wir ihnen beantwortet. Und es gibt noch weitere Fragen, die sie im Nachgang gestellt haben, die wir jetzt noch beantworten werden. Insofern ein sehr erfolgreicher Besuch, würde ich sagen, aber nur der Auftakt zu mehr.

Stefan Millius: Sie haben Charlie Kirk erwähnt, dass er auch thematisiert worden war. Man konnte vereinzelte Berichte darüber lesen, dass man in den USA etwas, ich sage jetzt mal, seltsam berührt war davon, wie deutsche Medien über die Ermordung von Charlie Kirk und über Charlie Kirk selbst berichtet haben. Ist das tatsächlich so eine große Aufregung, also kennt man jetzt in den USA plötzlich das ZDF?

Beatrix von Storch: Ja, also, die Art und Weise, wie hiermit umgegangen worden ist, das haben die zum Teil mitbekommen. Ich sage mal, in der Schärfe haben wir ihnen das dann auch nochmal zur Kenntnis gebracht, dass eine CDU-Abgeordnete einen Post macht und sich erschüttert zeigt über den Tod und der Familie und der Frau Beileid ausspricht und dass das dann gelöscht werden muss, weil das Kritiker hervorruft. Ich bin mir nicht sicher, ob die uns das am Ende geglaubt haben. Sie haben es uns am Ende geglaubt, aber sie waren fassungslos. Das zeigt, wie weit weg die CDU von dem ist, was die dortige Administration für richtig erachtet. Also, die Trauerfeier für Charlie Kirk – ich weiß nicht, ob es schon mal eine größere Trauerfeier gegeben hat, sicherlich nicht für irgendeinen zivilen Nicht-Offiziellen außerhalb eines Staatsaktes. Das hat das Land berührt und bewegt, und ich glaube und ich hoffe und ich bete, dass dieser unfassbar positive Einfluss weitergeht und dass jetzt eine Welle in Gang kommt, die die Welt noch nicht gesehen hat. Und umso mehr ist man erschüttert, wenn man sich ein bisschen mit Charlie Kirk auseinandersetzt, wenn man ein paar seiner Gespräche, Debatten, die er geführt hat, wenn man sich die anhört, dann versteht man erst, was das für ein Mensch gewesen ist. Wenn man nur Berichte über ihn liest, dann muss man in Deutschland denken, dass er ein hasserfüllter, aggressiver Brutalo gewesen ist. Und ich glaube, das kann man vielleicht zu vielen Menschen sagen, aber ganz bestimmt nicht zu Charlie Kirk, in keinem Moment. Und das lebt dort, und das wissen die dort. Das hat die alle sehr erschüttert. Deswegen waren die natürlich umso erschütterter darüber, dass hier auch die leisesten Beileidsbekundungen für Frau und Familie sofort quasi zensiert werden bzw. von der CDU und der Öffentlichkeit nicht geduldet werden. Das hat die schon äußerst negativ beeindruckt. Aber das Gute ist, dass wir jetzt mit ihnen darüber sprechen können, dass die einen Kanal haben, um bestimmte Informationen zu bekommen, auch, sage ich mal, aus erster Hand. Und deswegen war das insgesamt ein sehr, sehr guter Besuch.

Stefan Millius: Sie wurden begleitet von Joachim Paul, Ihrem Parteikollegen, der bei den Kommunalwahlen in Ludwigshafen ausgeschlossen worden war. Sie haben also gewissermaßen den Kronzeugen für die Zustände in Deutschland gleich mitgebracht im Gepäck. Konnten Sie diese Angelegenheit auch einbringen, oder war das dann doch zu kommunal?

Beatrix von Storch: Nein, ganz und gar nicht. Das ist nicht kommunal, sondern das berührt den Kernbereich der Demokratie. Wenn Kandidaten nicht mehr antreten dürfen, weil die Gegenkandidaten kein Vertrauen in ihn haben, dann ist das völlig in Ordnung in jeder Bananenrepublik dieser Welt oder auch in jeder Diktatur dieser Welt, aber nicht in einer Demokratie westlicher Prägung. Und das ist bei denen so klar im Kopf, dass sie nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen. Wenn so was in einem Land wie Deutschland möglich ist, dann können wir die westliche Welt natürlich nicht mehr mit dem erhobenen Zeigefinger herumgehen und irgendwo in Weißrussland, in Russland, in der Türkei, sonst wo in Nordkorea, irgendwelche Kritik anbringen an demokratischen Zuständen, wenn in Deutschland ein Kandidat nicht antreten darf, weil er eine positive Rezension für „Herr der Ringe“ geschrieben hat oder sich positiv auf Tolkien bezieht. Das ist nicht möglich. Das geht eben über Ludwigshafen weit hinaus, weil es die Grundfeste unserer Demokratie berührt, und darüber haben wir auch gesprochen, selbstverständlich. Ich denke, da wird es, ich sage mal vorsichtig, das Gespräch auch weitergehen. Die Amerikaner sind nicht mehr zu allem bereit, alles mitzutragen und überall die Augen zu schließen und zu sagen, das sind interne Angelegenheiten. Natürlich sind das interne Angelegenheiten, aber wir leben mit verschiedenen Ländern in einem Netz, in einer gemeinsamen Welt, und da darf man sich durchaus äußern. Haben Sie ja auch schon getan, und werden Sie auch weiter tun.

Stefan Millius: Sie haben bereits eingangs erwähnt, dass Sie ja in verschiedenen Ländern solche außenpolitischen Akzente setzen wollen. Wie weit soll das nun gehen? Es gibt bereits Kritiker, die sagen, die AfD zieht eine Art Parallel-Diplomatie zur Bundesregierung auf.

Beatrix von Storch: Ich glaube, das ist völlig normal. Die anderen Parteien machen das ja auch. Die haben außerdem ständige Auslandsvertretungen über die ganzen Stiftungen, die sie ja sich von Steuergeldern bezahlen, aber uns nicht daran teilhaben lassen. Das heißt, da sind wir ausgeschlossen, und natürlich müssen wir Verbindungen in die anderen Länder aufbauen und pflegen. Das ist genau das, was wir jetzt machen. Und das wird goutiert, weil man erstens dort die Brandmauer, wie gesagt, nicht pflegt, und zweitens weiß, dass man mit uns irgendwann rechnen muss, und besser ist es, man schon Kontakte, bevor die Regierungsverantwortung, sag ich mal, bei uns dann irgendwann ist. Insofern sind wir da auf großes Interesse gestoßen. Wie gesagt, im Weißen Haus waren gleich Vertreter aus im Prinzip allen Bereichen mit im Gespräch anwesend, und wir haben uns mit mehreren von denen auch noch in dieser Woche ein zweites, zum Teil ein drittes Mal getroffen, weil die Gespräche einfach gut und positiv waren, und wir dort weiter anknüpfen konnten. Also, Außenkontakte muss man nicht erst aufbauen, wenn man den Bundeskanzler stellt, sondern besser vorher.

Stefan Millius: Dann nehme ich auch an, dass Sie Ihre Reise und die zu besprechenden Inhalte nicht vorgängig mal brav mit dem Auswärtigen Amt oder der deutschen Botschaft abgestimmt haben?*

Beatrix von Storch: Ja, ich wurde gefragt, ob ich meine Reise vorbereitet habe über die deutsche Botschaft. Die Fragen haben die gestellt und sich dann aber gleich selbst beantwortet im Sinne von: „Nee, haben Sie wahrscheinlich nicht gemacht, oder?“ Nee, habe ich wahrscheinlich nicht gemacht, weil ich nicht davon ausgehe, dass die deutsche Botschaft die erste Adresse ist, die versucht, sage ich mal, doch sehr, sehr hochrangige Gespräche für uns im Weißen Haus zu vereinbaren, weil die gar kein Interesse daran haben, dass wir die Kontakte dahin bekommen. Ich bin mir nicht sicher, ob sie das hingebracht hätten überhaupt, aber davon ganz abgesehen, habe ich das selber organisiert, und ich glaube, das Ganze war am Ende sehr gut.

Stefan Millius: Die Leute, die grundsätzlich immer Angst vor der rechten Gefahr haben, die sehen jetzt eine neue heraufziehen, nämlich dass Sie mit Ihrem Besuch im Weißen Haus versuchen, die internationale Rechte zu mobilisieren. Was sagen Sie denen?*

Beatrix von Storch: Volle Zustimmung, genauso ist das. Die internationale Rechte hat nämlich Recht und organisiert sich und wird es nicht mehr weiter zulassen, dass die Politik in allen Ländern gegen die Mehrheit der Bevölkerung gemacht wird, gegen den Willen der Bevölkerung gemacht wird und immer weiter uns nach links und links außen drängt. Das wird nicht mehr weiter hingenommen. Es gibt ein internationales Netzwerk, die AfD ist Teil davon. Wir sind auch diejenigen, die sagen: Wir werden den Kulturkampf, den die geführt haben und der uns in diese katastrophalen Zustände geführt hat, die wir jetzt allerorten sehen, wir werden das nicht länger hinnehmen und nicht nur gegenhalten, sondern wir machen Rollback. Also, wir werden auch den Kulturkampf, den die ja schon geführt haben, bis dazu, dass man darüber streitet, ob es 96 Geschlechter gibt oder nicht, zurückdrängen. Es gibt nicht 96 Geschlechter, es gibt 2, und vieles weitere mehr wird jetzt von uns aufgenommen, und das passiert eben im internationalen Verbund. Und an der Stelle spielen nun mal die Vereinigten Staaten eine entscheidende Rolle. In der Vergangenheit ist sehr viel von diesen klassischen Kulturkampfthemen aus den USA zu uns rüber geschwappt. Das ist jetzt anders. Das haben wir sehr erfrischend erlebt, die Administration, aber auch im Kongress und auch im State Department, lauter gute Leute, junge Leute, die genau auf dieser gleichen Wellenlänge ticken und die auch nicht mehr bereit sind, das einfach so geschehen zu lassen, was in der Vergangenheit geschehen ist mit der Auflösung unserer Werte, dem Zurückdrängen auch des Christlichen aus dem öffentlichen Raum, aus den Schulen, aus den Universitäten. Das ist alles schlecht, das ist alles negativ, das ist alles für unsere Länder und Kulturen desaströs, und da ist jetzt eine mächtige Administration, die gewählt ist, da etwas zu verändern, und wir wollen genau an der Stelle das Gleiche, und deswegen ist es so wichtig, dass man sich an der Stelle verbindet. Das haben wir denen, glaube ich, klar gemacht, und das wissen die auch, dass wir da ihre Partner sind und vor allen Dingen dann, wenn wir in der Verantwortung sind, die zukünftigen wirklichen Regierungsfragen.

Stefan Millius: Wie sieht denn das Parteiintern aus? Sind da alle begeistert, oder wurden Sie auch innerhalb der AfD mit anderen Stimmen zur Reise konfrontiert?

Beatrix von Storch: Nein, gar nicht. Also, dass wir nach außen kommunizieren oder dass wir auch außen Kontakte pflegen, ist Teil unserer Aufgabe und des Auftrages. Wir sind in den letzten Jahren sehr viel in den Osten gereist. Ich habe jetzt in dieser Legislaturperiode auch deswegen Auswärtiges als meinen politischen Bereich ausgewählt und bin mit großer Unterstützung dahin gebracht worden, weil allen klar ist, dass wir auch mit den Amerikanern reden müssen, nicht nur mit den Russen. Wir müssen weiter mit den Russen reden, das ist gar keine Frage. Das habe ich auch den Amerikanern gesagt, die da Fragen zu hatten, aber in unserem Interesse ist es nun mal, in beide Richtungen zu kommunizieren, und ich glaube, wir haben gute Kontakte nach Russland, die natürlich jetzt etwas schwierig geworden sind über den Krieg, der leider immer noch fortdauert. Es ist jetzt an der Zeit, dass wir auch mit den Amerikanern reden. Daran sind die auch interessiert, und deswegen ist das etwas, was ganz unstreitig ist, dass wir das jetzt tun müssen, und ich habe das getan.

Stefan Millius: Erwarten Sie, dass im Nachgang zu dieser Reise sich Washington nun künftig deutlicher, öfter, lauter zu Wort meldet bezüglich deutscher Politik?

Beatrix von Storch: Daran arbeiten wir.

Stefan Millius: Das war die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch über Ihren Besuch in Washington. Vielen Dank für das Gespräch.

Beatrix von Storch: Herr Millius, ich danke Ihnen. 

Sven von Storch

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