Bauunternehmen Hochtief will an Ausschreibung für den Bau teilnehmen
Bauunternehmen Hochtief will an Ausschreibung für den Bau teilnehmen
Datum: 01.03.2017 - 10:53 Uhr
Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte Ausbau der Grenzanlagen zwischen Mexiko und den USA wird von zahlreichen deutschen Altparteienpolitikern und den deutschen »Qualitätsmedien« permanent kritisiert. Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, bemüht im »rbb« die Geschichte der einst geteilten Stadt und des geteilten Deutschlands, um einen Vergleich an den Haaren herbei zu ziehen. Selbst die Worte Ronald Regans, der Gorbatschow dazu aufrief, die Berliner Mauer niederzureißen, mussten herhalten. Dass die Berliner Mauer etwas ganz anderes repräsentierte und in einem komplett anderen Kontext steht wie der geplante Ausbau der Grenzanlagen zwischen den USA und Mexiko, ist Müller offenbar komplett entgangen.
Statt des vom SED-Regimes errichteten »antifaschistischen Schutzwalls«, mit dem 17 Millionen Deutsche festgesetzt und an der Flucht vor Stasi, politischer Willkür, Verletzungen der Privat- und Intimsphäre und weiterer grundlegender Menschenrechte gehindert wurden, will Trump sein Land vor unberechtigten Grenzübertritten, Einwanderung in die Sozialsysteme und zunehmender Kriminalität schützen. Nichts anderes hat das nun von der Errichtung der Grenzanlagen betroffene Mexiko vor Jahren gemacht, als es seine Südgrenze zu Guatemala mit einem Zaun über die gesamte Länge gesichert und quasi undurchdringlich gemacht hat.
Auch Norwegen hat seine Grenze zu Russland durch Ausbau gesichert und sogar die Bestreifung der Grenze zum Bruderstaat Schweden verintensiviert, um so den Übertritt von »Flüchtlingen« zu unterbinden. Letzteres wäre auf Deutschland übertragen am ehesten vergleichbar mit einer Grenzkontrolle zwischen zwei Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.
Sollte Hochtief den Zuschlag für den Bau der Grenzanlagen erhalten, darf man schon heute auf die Reaktionen der deutschen Altparteienpolitiker und der deutschen »Qualitätsmedien« gespannt sein.
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