Bank sperrt Konten von Nigel Farage

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Bank sperrt Konten von Nigel Farage
Datum: 19.07.2023 - 09:08 Uhr

Das private Bankkonto des Brexit-Chefs Nigel Farage wurde wegen seiner politischen Ansichten gesperrt. Dies geht aus einem 40-seitigen Dokument der britischen Bank Coutts hervor, in dem unter anderem seine Ansichten zu LGBTQUSW und Einwanderung erwähnt werden. Farage, Vorsitzender der ehemaligen britischen Unabhängigkeitspartei Ukip, gab kürzlich bekannt, dass ihm mitgeteilt worden sei, dass seine Konten bei Coutts geschlossen würden. Seitdem weigern sich zehn weitere Banken, neue Konten für das Brexit-Profil zu eröffnen, sei es ein Privatkonto oder ein Geschäftskonto. Auch die Konten seiner Familienangehörigen wurden gesperrt und sie weigerten sich, neue zu eröffnen.

Britische Medien wie die BBC haben zuvor auf Quellen innerhalb von Coutts verwiesen, die erklärten, dass die Entscheidung, Farages Konten zu schließen, finanzielle Gründe hatte und dass er als kommerziell nicht interessant angesehen wurde. Doch das ist eine schamlose Lüge, wie sich nun herausstellt, berichtet The Telegraph. Stattdessen ist die Entscheidung rein politischer Natur, wie aus einem 40-seitigen Dokument von Coutts hervorgeht, das Nigel Farage an die Öffentlichkeit gebracht hat.

Das Dokument ist eine Art ideologische Untersuchung und nennt Farages Kommentare zum Brexit, seine Freundschaft mit Donald Trump und seine Ansichten zu LGBTQUSW als Gründe dafür, warum seine Werte nicht »mit Coutts vereinbar« sind. Sogar seine Freundschaft mit Tennisstar Novak Djokovic – der sich weigerte, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen – wird als Beweis dafür herangezogen, dass Nigel Farages Ansichten nicht so »inklusiv« sind wie die der Bank.

Es wird auch erwähnt, dass ihm »Fremdenfeindlichkeit und Rassismus« vorgeworfen wurde. Gleichzeitig ist klar, dass Farage tatsächlich als kommerziell interessant gilt und nur seine politischen Ansichten das Problem darstellen. Nigel Farage beschreibt im Telegraph die Akte als »Stasi-ähnlichen Überwachungsbericht« und stellt fest, dass das Wort Brexit in dem Bericht 86 Mal vorkommt. Das »sagt vielleicht alles, was wir wissen müssen«, fährt er fort. »Zwischen 2014 und 2016, als ich Coutts als Bank hatte, gab es nie Probleme. Nachdem der Brexit Realität wurde, änderte sich alles«, schreibt Farage. Im Protokoll eines Treffens bei Coutts vom 17. November 2022 heißt es, dass Farages »öffentlich geäußerte Ansichten im Widerspruch zu unserer Position als integrative Organisation stehen.«

Sven von Storch

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