Bahnstrecke wird zum Symbol der deutschen Versager-Politik
Bahnstrecke wird zum Symbol der deutschen Versager-Politik
Datum: 12.05.2025 - 11:18 Uhr
Seit 2022 hatte, es ist kaum zu glauben, nur ein einziger Güterzug diese Strecke befahren. Der Grund dafür ist eine zu hohe Steigung, damit wird der einstmals als Meilenstein angepriesene Abschnitt des Bahnnetzes zum Milliardengrab“, wie es auch konventionelle Meiden berichten. Ein Sprecher der Deutschen Bahn bestätigte dazu gegenüber dem SWR, »weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) haben bisher keine Leistungen bestellt«. Ursache dafür ist die anspruchsvolle Steigung der Strecke. Reguläre, schwer beladene Güterzüge schaffen die Neigung nicht. Lediglich besonders leichte Züge mit maximal 1.000 Tonnen könnten die Trasse befahren, doch diese existieren in der Praxis »quasi nicht«, so der Bahnsprecher.
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) erklärte diesbezüglich, »diese leichten Güterzüge gibt es nicht und wird es wahrscheinlich auch nicht geben«. Schon in der Planungsphase sei bekannt gewesen, dass die Strecke im Bundestag »schön gerechnet« worden war. Um die Förderkriterien zu erfüllen, ging die damalige Kosten-Nutzen-Rechnung von 17 Güterzügen pro Tag aus, eine Annahme, die sich jedoch nunmehr als Illusion entpuppte.
Trotz der massiven Fehlkalkulation bringt die Strecke angeblich Vorteile für den Nahverkehr. Fahrgäste profitieren zumindest von einem neuen Halt in Merklingen sowie einer besseren Anbindung der mittleren Alb. Dennoch bleibt die stark beanspruchte alte Strecke über die Geislinger Steige weiterhin in Betrieb, da die erhoffte Entlastung bislang ausgeblieben war.
Eine umfassende Verlagerung des Verkehrs soll erst nach der Fertigstellung von Stuttgart 21 erfolgen. Der neue Hauptbahnhof in Stuttgart, dessen Eröffnung derzeit für Ende 2026 geplant ist, könnte zumindest theoretisch mehr Güterverkehr auf die neue Strecke bringen. Ob dies tatsächlich gelingen mag, bleibt angesichts der aktuellen Entwicklungen allerdings mehr als zweifelhaft.
Das Bundesverkehrsministerium hatte in der Planung mit 16 täglichen Güterzügen kalkuliert. Diese optimistische Annahme diente vor allem dazu, die Wirtschaftlichkeit des Milliardenprojekts begründen zu können. Kritiker sehen darin jedoch eine bewusste Fehleinschätzung, die den tatsächlichen Anforderungen nicht standzuhalten in der Lage ist.
In der Praxis fehlt es also an geeigneten Zügen, sodass sich der Nutzen der Strecke bisher einzig und alleine auf eine sehr geringe Zeitersparnis für den Fernverkehr beschränkt. Fachleute betonen, dass selbst die alte Trasse über die Geislinger Steige noch ausreichende Kapazitäten bieten würde, was die Notwendigkeit der neuen Strecke daher zusätzlich infrage stelle.
Sage und schreibe vier Milliarden Euro Investitionssumme führten also zu einer Einsparung von lediglich 20 Minuten im Fernverkehr und zu genau einem einzigen Güterzug. Die einstigen Versprechungen, die Strecke werde das Bahnnetz revolutionieren, verblassen angesichts dieser harten Fakten.
Dieses Projekt darf somit getrost als weiteres »Paradebeispiel« gescheiterter Ampel-Politik angesehen werden.
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