Bäckerei-Kette Künne vor der Insolvenz
Bäckerei-Kette Künne vor der Insolvenz
Datum: 15.09.2022 - 09:04 Uhr
Die eigenständigen Unternehmen in Deutschland haben es extrem schwer; deutlich schwerer noch als die riesigen global operierenden Ketten. Das trifft auch auf die Bäckereien im Land zu, über die derzeit in und auf fast allen Medien diskutiert wird. Eine dieser eigenständigen Bäckereien ist Künne in und aus Hannover. Künne hat sieben eigene Filialen in der Region und beschäftigt 60 Mitarbeiter. Bisher lagen die Energiekosten für alle Standorte zusammen bei etwa 120.000 Euro im Jahr. Jetzt sollen diese Energiekosten auf fast das Zehnfache steigen: 1,1 Millionen Euro pro Jahr soll die Geschäftsführung für Energielieferungen hinlegen. Diese Forderung treibt das Unternehmen in die Insolvenz - oder nach Habeck-Definition »in den Produktionsstopp«.
Das ist nicht schön; weder für die Künnes noch deren Mitarbeiter und auch nicht für die Kunden. Denn um finanziell über die Runden zu kommen, müssten für ein ganz normales Brot acht Euro bezahlt werden. Einen solchen Preis können sich Lieschen Müller und Otto Normalverbraucher sich nicht leisten. Selbst ein Habeck würde bei derartigen Mondpreisen vom Erwerb vermutlich Abstand nehmen.
Fast könnte man mit den Künnes mitfühlen; aber auch nur fast. Denn es gibt nämlich noch eine zweite Seite bei Künnes. Um die Geschäfte (vermutlich) ordentlich anzukurbeln, machten die Künnes nämlich kräftig Propaganda zu Gunsten der Ukraine. Berliner (in Berlin Pfannkuchen genannt) wurden blau und gelb glasiert, die Aktion wurde unter dem Hashtag #staywithukraine auf den sozialen Plattformen verbreitet.
Die Künnes waren also voll auf der Linie der Berliner Ampel. Und genau die ist dafür verantwortlich, dass den Künnes jetzt die Energie fehlen wird respektive sie unbezahlbar wird. Dazu passt auch ein Hashtag: #wiebestelltsogeliefert
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