Autoritär. Unnachgiebig. Grenzenlos Arrogant

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Autoritär. Unnachgiebig. Grenzenlos Arrogant
Datum: 16.12.2020 - 10:12 Uhr

Neben Macron, »der scharfsinnige, scharfnasige Präsident Frankreichs« (Zitat Murray), der mit seiner Sabotagekampagne gegen Großbritannien einen immensen Beitrag zum Brexit geliefert habe, sei vor allem dessen Verbündete Merkel hauptverantwortlich und hat »ihre eigene diskreditierbare Rolle gespielt«, so Murray. Merkel hat Großbritannien völlig missverstanden und falsch eingeschätzt - und muss die Hauptverantwortung für die katastrophale Verhandlungshaltung der EU übernehmen.

Aus der politischen Diskussion um den Brexit ist teilweise eine persönliche Angelegenheit zwischen Merkel und dem britischen Premier Johnson geworden. Merkel hatte schon wenig für Theresa May übrig, die Vorgängerin Johnsons. Schließlich hatte die Merkels Vertrauten David Cameron ersetzt. Doch für Johnson hat Merkel überhaupt keine Zeit. Sie bezeichnet ihn stattdessen - »mit bemerkenswerter Herablassung«, so Murray - als Heuchler und Wüstling.

Merkel sei für ihre »Handarbeit« berüchtigt, schreibt Murray. 2016 habe Ex-Premierminister David Cameron Brüssel einen Besuch abgestattet, um vor dem Brexit-Referendum eine bessere Ausgangsbasis für die Verhandlungen mit der EU auszuhandeln. Cameron soll seine Amtskollegen in der Europäischen Union regelrecht angefleht haben, den Briten Zugeständnisse zu machen, welche ihnen erlauben würden, in der EU zu bleiben. Doch Merkel und die EU hätten Cameron abblitzen lassen, so Murray.

Sie, Merkel, ist die einzige Akteurin aus jener katastrophalen Episode, die bis heute noch im Amt geblieben sei. Sie, die große Überlebende der europäischen Politik, die nun schon 15 Jahre regiere. Ihre autoritäre Strenge habe Merkel in weiten Teilen Südeuropas inzwischen regelrecht zum Hassobjekt werden lassen. Das liegt vor allem daran, dass sie sich weigert, trotz enormer Handelsgewinne die »schwachen« Mittelmeeranrainer zu retten. Die wiederum seien »dumm genug«, weiterhin deutsche Waren zu kaufen, so Murray, und sich weiter in eine Abhängigkeit von Merkel zu begeben.

Ausgerechnet Merkel, die im Herbst 2015 die verhängnisvolle Entscheidung getroffen hätte, die Grenzen Europas zu öffnen. Ohne, dass sie damals ihre europäischen Amtskollegen konsultiert habe. Sie hätte es »einfach im Alleingang« getan und so die Migrantenherausforderung in eine Migrantenkrise verwandelt. Sogar heute noch versuche Merkel weiterhin, jene Länder in Mittel- und Osteuropa zu bestrafen, welche sich weigern, große Migrantenquoten zu akzeptieren. Merkels Fehler seien in der Zwischenzeit offensichtlich, so Murray. Sie ist »autoritär, unnachgiebig und grenzenlos arrogant.«

Sven von Storch

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