Autonome in der Rigaer Straße wollen Integration bekämpfen
Autonome in der Rigaer Straße wollen Integration bekämpfen
Datum: 27.11.2017 - 09:55 Uhr
Es ist nicht das erste Mal, dass linksextreme Gruppen sich gegen eine politisch linke Ideologie aussprechen. Doch die Wortwahl der Autonomen in den besetzten Häusern rund um die Rigaer Straße 94 lässt ahnen, dass hier die nächsten Krawalle und gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Chaoten und der Polizei anstehen werden. Denn laut eigener Positionierung wollen die Hausbesetzer den Versuch der Integration durch die Verwaltung genau so bekämpfen wie die Repression, wie es in einem Grußbrief der Szene heißt.
Dass die Polizisten laut den Ausführungen der Autonomen ganz furchtbar schlimm sind und die Szene drangsalierten, verfolgten und permanent übergriffig würden, so wie es in dem Schreiben steht, ist nicht weiter verwunderlich. Doch jetzt muss auch die Bezirksbürgermeisterin und ihre Verwaltung als Ziel für die verbalen Rundumattacken der Autonomen herhalten.
Sie, die Bezirksbürgermeisterin von den Grünen, wolle die Szene integrieren und somit den längst überfälligen Aufstand aus der autonomen Szene unterbinden. Doch dieser Aufstand müsse erfolgen, heißt es in dem Grußwort. Das Bild der »Runden Tische«, einberufen von der Verwaltung, solle der Bevölkerung nur vorgaukeln, dass sich Politiker für die Belange der Menschen interessieren. In Wahrheit aber seien dem Berliner Senat (Rot-Rot-Grün!) die Sorgen und Ängste der Leute vollkommen egal.
Man werde sich seitens der autonomen Szene in der Rigaer 94 solchen Alibiveranstaltungen verweigern und den Kampf gegen die Integration im gleichen Maße angehen wie gegen die Repression.
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